Mittwoch, 10. März 2021

Besuch im Nachbarort

Heute musste ich ins Nachbardorf etwas abholen, das mache ich natürlich mit dem Rad. Es war richtig schön zum fahren ich war ganz alleine auf dem Radweg.

 

Hier schlummert warm verpackt der Spargel. In ein paar Wochen kann man ihn wieder geniessen, ich freue mich schon darauf. So frisch gibt es ihn nicht überall zu kaufen.

 


Wenn man nach Wasenweiler radelt, so heisst das Nachbardorf, ist allerdings eingemeindet und gehört zu Ihringen, dann kommt man immer bei Balduin mit seinen Damen vorbei. Ich habe ihm den Namen gegeben, ich finde er passt zu ihm. Da steckt er erwartungsvoll sein Schnäutzchen durchs Gitter, in der Hoffnung etwas zum 2. Frühstück zu ergattern, da wächst aber noch nichts. So habe ich ganz vorsichtig ein paaz Zweige vom Holunder abgezwackt und sie ihm hingehalten, er hat sie tatsächlich gefressen.



                                        Die Damen sonnten sich lieber auf dem Stroh.


Da ich schnell mit meiner Sache fertig war, machte ich noch einen Abstecher zum Dorfbrunnen.


Sagt ehrlich, der Storch auf dm Brunnen sieht doch sehr natürlich aus, beringt war er nicht und im Schnabel hielt er ein Hufeisen.


                                Der Brunnen könnte sicher spannende Dorfgeschichten erzählen.


Da bläst jemand gewaltig die Backen auf, um einen möglichst starken Wasserstrahl auszuspucken.


Eins haben sie den Ihringern voraus, bei ihnen scheint immer die Sonne und fast immer bei strahlend blauem Himmel.


Diese Sonne gehört zur Eingangstür in den Laubengarten, im Sommer sehr angenehm zum sitzen und schmausen.


In meinem Garten sind seit 2 Tagen diese kleinen Blümchen aus dem Boden, ich weiß nicht wie sie heissen, sie gehörten zu einem Sonderangebot verschiedener Zwiebeln die ich im Herbst gesetzt habe, wer kennt sich da aus?.

 


                                                 Im Kräutergarten blühen sie nun auch, die Küchenschellen.


 


Dienstag, 9. März 2021

Sie blühen

Gestern habe  ich sie gefunden, dort, wo sie immer stehen und immer sehr früh blühen, die Küchenschellen.

 


Ich freue mich jedes Frühjahr wenn ich sie an der gleichen Stelle antreffe. Eines ist mir allerdings aufgefallen, ganz unten an den Böschungen gibt es keine. Sollte sie dort jemand ausgegraben haben? Das ist alles nicht ausgeschlossen ,denn vor ca. zwei Jahren sind im großen Stil Orchideen im Taubergiessen gestohlen worden, vielleicht kann sich jemand erinnern, es stand in der Presse.


Aber auch andere Blümchen gab es an den Böschungen, Veilchen in großer Zahl. Diese Böschung liegt voll in der Sonne, fast den ganzen Tag. 


Entsprechend lebendig ist es dort, ich hoffte auf Smaragdeidechsen, denen war es wohl zu windig, aber eine Feldgrille/Gryllus campestris kam aus ihrer Höhle. Ich habe mal die Hand auf den Löss gelegt, es war angenehm warm, nur der Wind störte.


Die Traubenhyazinthen werden auch immer weniger hier bei uns, seit der Boden anders bearbeitet wird, mehr gemulcht, werden ihre Zwiebeln zerstört und sie verschwinden. An den Böschungen haben sie noch eine Chance, wenn sie dort niemand ausgräbt, was verboten ist.
 



Montag, 8. März 2021

Ich kanns nicht.....

 .... erwarten, ich musste mal nachschauen was die Küchenschellen im Kräutergarten machen, also bin ich hingeradelt.



Ich fand sie so vor, dick verpackt im Winterlook, es soll aber schon blühende Küchenschellen am Kaiserstuhl geben, die werde ich heute aufsuchen gehen, gestern war es mir, trotz Sonnenschein , zu kalt. Ein eisiger Nordwind trieb mich schnell wieder in den warmen Wintergarten. Doch am Bienenhotel herrschte reges Treiben.

Bei dieser Mauerbiene stutzte ich, was ist denn das für ein dickes braunes Etwas was sie dort unter sich hat? Ist es eine Raupe die sie eintragen will? Ist es etwas was sie entsorgen will? Weil ich mir keinen Reim darauf machen konnte, fragte ich im Naturforum nach, die Antwort ganz simpel: Das ist eine Krampe die das Gitter vor den Löchern zusammenhält, so einfach war das.


Dennoch war das Verhalten für mich nicht zu erklären, warum waren soviele Bienen auf einem Fleck? Warum waren sie so aufgeregt?


 Auch hier die Erklärung dazu: Es sind alles Männchen, erkennt man an den weissen Stirnhaaren, sie warten darauf, dass endlich die Weibchen kommen. Das las ich einen sehr interessanten Bericht in meinem Buch: Die Biene kann das Geschlecht selber bestimmen, indem sie im hinteren Teil des Lochs die Weibchenzellen, im vorderen Bereich die Männchenzellen ablegt, die schlüpfen dann eben zuerst und warten sehnsüchtig auf die Weibchen. Da kann man nur staunen.



Etwas Buntes zum Schluss, die Gefleckte Taubnessel/Lamium maculatum, man schlendert oft achtlos daran vorbei.



Samstag, 6. März 2021

Mitbringsel aus dem Frühlingswald

 Heute waren wir im Frühlingswald, es ist der Härtlewald, da gehen wir sehr gerne spazieren. Ganz langsam wird er bunter.


Ein Hauch von Grün kann man sehen, langsam entwickeln sich die Blattknospen.


Dort wo reichlich Licht den Boden erwärmt, beginnt es grün zu werden, das Gras wächst und...



... die Blausterne blühen, vor einer Woche bin ich durch den Wald geradelt da sah man noch nichts von den hübschen Sternen, heute blühten sie, ich war angenehm überrascht.



Wer schleicht dann da durch den Wald?? Ein Fuchs?? Jemand hatte aus Holz diesen schönen Fuchs gesägt und ihn in den Wald gestellt. Die Kinder werden sich sicher sehr darüber freuen. Es war nicht nur der Fuchs zum Bewundern, sondern auch andere Tiere waren versteckt an und unter den Bäumen. Da wird auch für Kinder ein Waldspaziergang zum besonderen Erlebnis.

Diese kleine Hütte im Härtlewald finde ich immer einladend, die Sonne scheint dort fast immer, eine Bank steht dort, man kann dort herrlich verweilen, es kommen wenige Leute vorbei. Eine besondere Rolle spielt sie auch noch bei mir. Als unser Sohn die Schule von der Grundschule aufs Gymnasium wechselte, durfte er noch einmal richtig Geburtstag feiern, ich glaube, die ganze Klasse kamen als Gäste. Ich hatte eine Fahrradrally ausgearbeitet, das Wetter war super. An dieser Hütte gab es folgende Aufgabe: Eine kleine Strickleiter zu basteln, Stricke hatte ich dabei, die anderen Sachen mussten gesucht werden, fünf Sprossen sollte sie haben und begehbar sein. Es gab drei Gruppen, wer  am schnellsten fertig war, war der Sieger. Es war ein tolles Erlebnis, als Belohnung gab es einen kleinen Imbiss in der Hütte und weiter ging es. Immer wenn ich hier vorbei komme, sitze ich ein wenig auf der Bank und lasse diese eifrigen Basteleien wieder Revue passieren.



Donnerstag, 4. März 2021

Bald fliegen sie wieder ......

...... die vielen, vielen Bienen, schon allein bei uns am Kaiserstuhl sollen es über 250 verschiedene Wildbienen Arten sein, unglaublich. Ich habe wieder einmal ein wenig bei mir in den Fotos gesucht und habe besonders schöne Bienen ausgesucht, die möchte ich vorstellen, ich hoffe, euch gefallen sie genauso gut wie mir. Lehnt euch zurück:


                                                  Sandbiene, ich werde sie nicht alle benennen können, ich kenne sie nicht.


Diese filigranen Flügel fallen auf.


Ganz tief, auch noch den letzen Pollen rausholen.


Wenns kalt wird, ich trage Pelz.


Roter Hinterleib und große Augen, Blutbiene.


Wenn ichs noch recht weiß, eine Efeu-Seidenbiene.


Die prägt sich ein, die Holzbiene, sie summt dermassen laut, man kann sie nicht überhören.


Die Stahlblaue Grilljägerin, sie ist aus Mexiko zugewandert.


Sie trägt den lustigen Namen: Hottentotta-Biene.


Ausgiebig an der Wegwarte naschen, bis die Taschen voll sind.

 


Oder gleich ein Pollenbad nehmen, von der Biene sieht man fast nichts, nur Pollen, wie die da wieder raus gekommen ist? Ich habe es nicht beobachtet.



Dienstag, 2. März 2021

Heute im Wald

 Heute machten wir eine Tour zum Forellenwinkel, dort habe ich in meiner Aktivzeit mit Schülern meine Naturkunde Stunden abgehalten. Immer unter dem Motto:"Schule auf Achse." Es war wieder tolles Wetter:


Heute morgen sah es in unserem Garten so aus:

Ein Raureif- Rasen, es hatte genau 0°, dort wo die Sonne schon schien konnte ich diese Blümchen fotografieren:


Die Blausterne wagen sich ans Licht.

Nun aber zum Forellenwinkelwald, das ist der Weg dorthin, ähnelt einer Hohlgasse. Es lag sehr viel Holz im Wald herum, manches gut aufgeräumt, anderes wie im  Dschungel.


Wenn ein Baum abstirbt, fängt es sehr klein an, dieser kleine braune Punkt ist der Anfang.


Einige Zeit später sieht es dann so aus, der Punkt hat sich vergrößert und ist schon eine richtige Wunde. Man kann sie von aussen nicht sehen und der Baum wirkt auch dann immer noch gesund und robust.


Noch später ist der Schaden ganz erheblich und der Baum kämpft, die Wasser und Nahrungleitungen sind gestört, von innen heraus fault er  sehr stark.


Erst wenn er gefällt ist, sieht man das Krankheitsbild, man könnte ihn als Blumenkübel benutzen und ihm ein neues Leben schenken.

 


 Ich habe auf einmal einen ganz anderen Blick auf Flechten, diese gefiel mir sofort als Motiv. Sie dürfte in die Familie der Rentierflechten gehören, werde mich aber noch kundig machen. Wie sich auf Nachfrage herausstellte, ist es keine Flechte, sondern nennt sich Eichenmoos/Everna prunastri, für mich sieht es immer noch wie eine Flechte aus. Es ist auch eine, Moos hatte mich irgendwie irritiert. Elke  (Mainzauber) hatte mich auf den Irrtum hingewiesen, danke dir, Elke.



 Zum Schluß ein Rätsel, was glaubt ihr was das ist? Verstrubbelter Igel? Irgend welches Wurzelwerk? Kokosmatte? Ich lass euch mal eine Weile raten, bevor ich das Ergebnis freigebe, ihr habt es alles schon gesehen. Hier jetzt des Rätsls Lösung:

 

 

Kann man es erkennen? Es ist der abgestorbene Wurzelstrang eines Efeus der sich den Stamm hochgearbeitet hat. Das muss ich auch noch unbedingt erwähnen, es flogen etliche Zitronenfalter herum. Einer setzte sich auch kurz zu meinen Füssen, aber eben so schnell flog er davon, nichts mit Foto, schade.





Montag, 1. März 2021

Ich war wieder einmal da.....

 ..... bei "meinen" Mauereidechsen am Winklerberg, ich war neugierig wie es ihnen geht. Nun habe ich ja sozusagen eigene Mauereidechsen am und ums Haus herum, kann jederzeit Fotos machen. Es wimmelte nur so von Eidechsen, ich habe mal ca. 10 m abgemessen, bin ganz langsam die Strecke abgegangen, um die Eidechsen zu zählen. Das Ergebnis, ihr werdet staunen: Mindestens 25 Eidechsen habe ich gezählt, es waren sicher noch mehr, denn sie sitzen überall und so schnell kann man nicht schauen.

 



Sie schauen immer ein wenig misstrauisch, eine etwas zu schnelle hektische Bewegung und weg sind sie.


Die ersten blühenden Fosythien sah ich in einem Garten am Radweg.


Gestern im Wald schon Veilchen, es geht wirklich schnell, ob das immer so gut tut?

 

Auf gleichem Waldweg dann noch diese Coronasteine, vor einem Jahr voller Euphorie wurden sie bemalt, geordnet hingelegt, mit hoffnungsvollen Wünsche bedacht und jetzt? Verstreut liegen sie unbeachtet und verlassen, was ist aus den Künstlern geworden? Diese Frage kam mir gestern bei dieser Ansicht in den Sinn

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 Bei diesem Anblick habe ich mich sehr gefreut, eine friedlich grasende Schafsherde mit einigen kleinen Schafen, weiße, braune und schwarze.


Dann ist mir an vielen Baumstämmen, mit glatter Rinde, diese weißen Flecken aufgefallen, ich machte dieses Foto. Es ist eine Scheibenflechte, das Naturforum hat es mir bestätigt. Die Welt der Flechten ist sehr interessant, ich habe ein wenig recherchiert.