Ich wollte mal nachschauen, ihr kennt mich noch vom letzten Jahr, ich bin eine Mantis religiosa , stelle mich vorsichtshalber lieber nochmals vor, wollte nur wissen, ob alles o.k. bei euch ist. Bei uns Hüpfern beginnt ja nun eine aufregende Zeit, Partnersuche, um für Nachwuchs zu sorgen.
Zuerst heißt es, den richtigen Partner zu finden.
Man sollte sich dezent versteckt halten, damit man den Herrn auch gut beobachten kann, jeder kommt nicht in Frage.
Der kommt nicht in Frage, der ist mir zu braun, der sucht wohl auch ?? Na dann muß ich ganz ruhig sitzenbleiben.
Ein Stückchen weiter da sucht, glaube ich, noch jemand, ob etwas mit dem werden kann??
Hat geklappt, dazu sollte man wissen, die Männchen sind kleiner als die Weibchen, hat das Weibchen genug von dem Liebesspiel, muß sich das Männchen schnellstens davon machen, es könnte seinen Tod bedeuten, wenn er zu langsam ist.
Diesen Fangarmen entgeht nichts, wen sie einmal im Griff hat, hat verspielt, ist das grausam?? Nein, das ist die Natur, das passiert jeden Tag auf der Welt.
Der Nachwuchs bekommt eigens einen warmen Kokon von mir gewebt. Den befestige ich geschickt an geschützten Stellen, damit dem Nachwuchs nichts passiert, damit habe ich meine Aufgabe erfüllt und verschwinde von dieser Erde, ein kurzes aber schönes Leben.
Nun möchte ich euch noch meine Verwandten vorstellen, es sind, landläufig gesagt, die Grashüpfer. Worin unterscheiden wir uns?? Ganz einfach, ich stehe auf Fleisch, während die Hüpfer Pflanzen fressen, wie die das trockene Zeug runterkriegen, ist mir unverständlich.
Hier zeige ich euch meine buntesten Verwandte, die Nachtigall Heuschrecke/Chorthippus biguttulus, sie hat sich besonders hübsch gemacht, normalerweise sind sie braun.
Dies Heupferdchen/Tettigonia viridissima, das haben sicher alle schon mal springen gesehen. Es kann aus dem Stand zwei Meter weit springen, ein Pferdchen eben.
Hier eine Rotflügige Ödlandschrecke/Oedipoda germanica ist, sieht man ihr nicht an, erst wenn sie fliegt sieht man die roten Flügel. Sie liebt steinigen sehr warmen Boden, genau richtig hier am Kaiserstuhl.
Es gibt auch noch die Blauflügelige Ödlandschrecke/Oedipoda coerulescens, auch hier heimisch. Ich habe beide schon gesehen, aber nie im Flug erwischt. Ich hoffe, ich sehe in diesem Jahr recht viele von den gezeigten Hüpfern, man weiß ja nie was so passiert ist nach dem furchtbaren Unwetter bei uns, bei dem auch einige Raine abgerutscht sind.













































