Mittwoch, 5. August 2026

Ob dieses Versprechen......

..... eingehalten werden kann?

 


 

So wie es aussieht, sieht es ganz schlecht mit dem Weizen aus. Er bleibt klein, die vertrockneten Körner sind notreif und es wird keine richtig gute Ernte. Die Landwirte haben starke Einbußen bei allen Produkten. Dann wird es sicherlich öfter keinen Sonntagskuchen geben. In manchen Regionen hatte es geregnet, bei uns nicht einen Tropfen.

Dienstag, 4. August 2026

Erinnerungen an meinen Freund.....

 ............den aussergewöhnlichen Hund Balou, ein Bernhadiner Sennhund. Er gehörte meiner Winzerfamilie, denen ich , als ich noch fit war, jedes Jahr bei den Rebarbeiten geholfen habe.




Jeder Tag begann etwa so, Balou sass schon lange im Auto, vorsichtshalber sozu sagen, denn, man könnte ihn ja vergessen. Die Erntehelfer gingen nämlich schon immer sehr früh ins Feld und öffeneten extra für Balou den VW Bus. Als er noch ein Hundebaby war, da traute er sich nicht ins Auto, ich habe ihn dann immer hineingetragen und mich mit ihm auf den Boden gesetzt, dort fühlte er sich wohl, zusammen mit mir. Er mußte mit ins Feld, weil er nicht alleine im Haus bleiben konnte, er bekam ein schattiges Plätzchen auf einer Decke zugewiesen, immer etwas Wasser im Napf und hin und wieder Leckerlis, besonders dann, wenn wir einen Imbiss nahmen.



Mit der Zeit wurde er natürlich immer größer und selbstständiger, er beanspruchte einen Fensterplatz für sich. Der jüngste Sohn des Hauses machte sich immer einen Spass daraus, wenn wir halten mußten und ein Auto neben uns stand, nahm er die Pfote von Balou und winkte den Leuten zu, die waren immer ganz verduzt und wir haben herzlich lachen müssen. 


 

Angekommen im Feld, machte Balou erst einmal eine Bodenprobe, vielleicht gibt es ja irgendwo Trüffel, die gibt es tatsächlich auch unter den Reben, man muss nur wissen wo, er wußte es nicht und saute sich dabei kräftig ein.

 


 

Und nun?? Wer wäscht mich wieder sauber? Wer wohl, Edith hat sich immer erbarmt, zuerst kräftig mit Gras abgerieben, dann mit einem Tuch nachgeholfen und ich mußte in der Sonne liegen, damit alles trocknet, danach gebürstet. Bürsten hatten wir immer dabei, weil, so ein großer Hund hinterlässt viel Haare und die können im Feld überall rumfliegen und die Vögel können damit ihre Nester damit auspolstern.

 


 Zwischendurch habe ich schon mal Grillholz zusammen getragen, Herrchen nahm immer gerne Rebholz, deren Glut sollte sich besonders gut zum Grillen eignen.


 

Schön war es immer, wenn der Enkel mit dabei war. Wir sassen oft zusammen an den Rebrainen und überlegten uns Spiele, hier wollen wir testen, wer schneller den hohen Rain runterrutscht. Die Ergebnisse waren immer unterschiedlich, gab es nur Löss, so war ich Sieger, war Gras dazwischen war der Enkel schneller, aber wieder den Rain auf, war immer ich der Sieger.Heute ist dieser Enkel der Juniorchef im Betrieb, sie haben sich spezialisiert auf Maschinen in allen Bereichen des Weinbaus, und haben einen Lohnbetrieb gegründet, der den anderen Winzern mit ihren Spezialmaschinen die Arbeit erleichtern. Im Weinbau läuft auch nicht alles rund, der Absatz geht zurück und Deutschland wird von Billigweinen aus dem Ausland überrannt.


 

Zwischendurch mußte ich auch immer mal schauen, ob der Trupp noch schafft, da fehlt doch jemand?? Ach klar, Pippi machen müssen die Menschen ja auch mal, ich habe mich taktvoll wieder umgedreht.



Dann, im Herbst, da war ich schwer im Einsatz, ich mußte die leeren Eimer an alle verteilen, da mußte ich flott sein.


 

Na, was ist los? Hier steht schon alles bereit, wo bleibt ihr?? Die Mittagsessenspause mußte ja sein, die wurde schon mal ein wenig überzogen, es gab ja auch leckere Sachen, es roch, hmmm ich bekam auch immer etwas ab, ich hatte da so meine Leute, was glaubt ihr wer? Natürlich der Enkel, der Chef und selbstverständlich Edith, da konnte ich immer sicher damit rechnen.


 

Nach getaner Arbeit gehts wieder heim, ich war natürlich wieder der Erste im Auto, die anderen unterhielten sich noch, tranken noch etwas, aber dann endlich ging es los, ich war froh, denn so ein Lesetag ist eine anstrengende Sache, ich wollte in meine Hütte und wollte schlafen.






Der Höhepunkt eines Winzerjahres ist dann natürlich das Erntefest mit dem tollen Erntealtar.



Ich darf da nicht mit, weil Hunde dürfen nicht in die Kirche und wenn sie noch so lieb sind wie ich.



Beim Transport der Erntekrone durfte ich schon mal mit, das war schon ein schönes Gefühl.



Nach dem Erntedankgottesdienst gibt es immer einen riesigen Herbstausklangs Umzug, da durfte ich auch schon mal gucken, eigentlich müßte ich ja auch mitlaufen dürfen, denn ich war das ganze Jahr dabei. Das waren meine schönsten  Erinnerungen an meinen Freund Balou.





Sonntag, 2. August 2026

Weit und breit kein.....

 ...... Regen bei uns, man hört es rumpeln, es wird dunkel und dann denkt man, o jetzt kommt es runter, daneben gedacht, es zog weiter.  Die Wasservögel bekommen allmählich Stress, die kleinen Flüsschen, die Dreisam z.B. sind bald nur noch Rinnsale.



Er hat schon Mühe in dem flachen Wasser überhaupt noch Fische anzutreffen

 

 

Sie werden es auch zu spüren bekommen, noch geniesen die ein Mittagschläfchen in der Sonne.


Die Nutrias brauchen natürlich auch Wiesen zum Grasen, aber ihr eigentliches Element ist das Wasser.


 

Deshalb schnell den Radweg überqueren, Radfahrer bitte absteigen, das habe ich gemacht, um dieses Foto zu machen.



 

Erreicht, erfrischend so ein Bach, Verstecke gibt es auch genug, noch gibt es keinen Mangel, es hatte ein klein wenig geregnet. Kommt alle gut in neue Woche, in einigen Regionen hatte es ja geregnet, bei uns leider nicht.






Freitag, 31. Juli 2026

Sie werden Probleme....

 .... bekommen, unsere schönen , schillernden Schönheiten, die Libellen. 


 

Eine von den ersten, die Adonislibelle/Pyrrhossoma nymphula, hier ruht sie sich gerade einmal aus.


 

Gefolgt von der Azurjungfer/Coenagrion puella.

 


 

 Heidelibellen, hier die Gemeine Heidelibelle/Sympetrum vulgatum benötigen auch immer mal Wasser.




 

 

Bei ihr, der Blauflügel-Prachtlibelle/Calopteryx virgo ist es sehr wichtig, das sie genügend Fließwasser findet, das wird anhand der augenblicklichen Wassernot, immer schwieriger.

 


Auch sie ist in Gefahr, die Blaugrüne Mosaikjungfer/Aeshna cyanea. Alle brauchen Wasser, wenn das immer mehr austrocknet, sind sie alle gefährdet.



Solche Bilder werden dann immer seltener, es ein Paarungsbild von der AdonislibellePyrrhoma nymphula.




Mittwoch, 29. Juli 2026

Bunte Zirpen.........

 .......... auch Zikaden genannt, sie sind wunderschön bunt, besonders  die Rhododrendornzikade/ Graphocephala fennahi :



Wer Rhododendron besitzt, vielleicht findet ihr sie auf einem Blatt sitzend.


 

Was geht denn hier vor?? Da wird noch gesucht nach dem richtigen Partner oder Partnerin, das ist für den Erhalt notwendig. Erstfund in Europa 1935 eingeschleppt aus Nordamerika. Im Herbst legen sie ihre Wintereier in die Knospen der Rhodendron ab, ab Mai wachsen dann ihre gelben Larven heran,  eine Blüte kann sich dann leider nicht mehr so richtig entwickeln. Wieder ist es so, ein schönes farbenfrohes Tier, aber leider ein Schädling .





Sie zählt zu den Zwergzikaden, die Cicadella viridis, hier sind die Weibchen 2 mm größer als die Männchen. Häufig von Juni bis Oktober in nassen Wiesen, an Simsen und Binsen zu finden


 

Zum Schluß stelle ich euch eine sonderbare Wanzenlarve vor, habt ihr ne Ahnung wohin die gehört?? Es ist die Larve der Lederwanze/Coreus marginatus, sieht fast außerirdisch aus.


So sieht die fertige Wanze aus, ledrig braun mit dunklem Fleck am Hinterteil.


Montag, 27. Juli 2026

Die Überlebende.......

..... es ist mir vorhin gelungen die eine überlebende Eidechse zu fotografieren. Das Foto ist nicht so berauschend:



Sie muß sich erstmal an mich gewöhnen, die anderen Eidechsen sassen länger still, sie wußten sehr genau, Gefahr droht von der nicht. Die Neue muß das erst noch lernen. Als ich mich dann länger auf der Terasse aufhielt, kam dann noch eine zweite Eidechse dazu, die muß wohl in einem Kampf ihren Schwanz verloren haben, oder ein Vogel hatte sie am Schwanz erwischt und sie hat ihn schnell abgeworfen. Ich freue mich und hoffe sehr, es kommen noch mehr Eidchsen zu uns in den Garten.


 

Diese Sonnenblume ist etwas Besonderes, sie ist die einzig Überlebende von vielen Körnern die ich gesät habe, die aber die Spatzen alle ausgewühlt und gefressen haben. Spatzen gibt es bei uns so zwischen 20 - 25 im Garten. Die suchen ständig im trockenen Rasen nach herausgefallenen Samen von den Wildkräutern. Gestern sah ich doch tatsächlich zwei Distelfinken ebenso auf der Suche nach Samenkörnern. Sie haben eine besondere Taktik, sie fliegen die Pusteblumen an, die neigen sich runter und dann stellen sie blitzschnell einen Fuß drauf und kommen so bequem an den Samen.


 

Ansonsten sieht bei uns der Rasen sicher wie überall aus, nur die Wildblumen die halten sich, dies hier ist das Flohkraut, wenn es verblüht ist, dann gibt es auch Pusteblumen, die von den Spatzen gerne gefressen werden.


Unverwüstlich scheint die Braunelle zu sein, bescheiden steht sie im Schatten des wenigen höheren Gras und zeigt ihre hübschen Blüten.


Mein gefüllter Hibiskus hat noch recht viele Blüten, sie beleben den Garten mit der kräftigen Farbe. Außer Wanzen sehe ich nicht viel Besucher an der Blüte.


 
 
Eine Hortensie steht daneben, beide bekommen von der hohen Hecke des Gartenzauns Schatten ab und so können sie blühen, während die anderen Blumen der Sonne ausgesetzt sind und vertrocknen müssen.


Sonntag, 26. Juli 2026

Im Moment hört man .......

 ...... viel von Bränden und Zünzeleien, das ist sehr schlimm für die Leute die betroffen sind und evakuiert werden müssen. Ich möchte ein paar harmlosere " Zünsler" vorstellen.



Da wäre zuerst der hübsche, kleine Olivbraune Zünsler/Pirausta dispicata. Seine größe beträgt 14 - 20 mm wirklich klein. So schnell entdeckt man ihn nicht, ich sah etwas vorbei huschen und mußte schon genau suchen, wo hat er sich niedergelassen.



 

Dieser rote Zünsler nennt sich Halbroter Zünsler/Oncocera semirella, auch bekannt als "Rhabarberzünsler", das passt auch gut zu ihm.


Ganz untypisch fand ich diesen Brennnesselzünsler/Anania huttulata an einer Hauswand, machte er dort nur eine Pause?? Es gibt doch genügend Brennnessel überall, er wird den Weg sicher gefunden haben, denn nach einer Weile war er dann auch weg.



Eng an einem Grashalm geschmiegt, der Gestreifte Graszünsler/Agriphilia tristellon, er sitzt gerne an hohen Grashalmen, ich erwischte ihn noch im letzten Abendlicht. Meinen Schönsten zeige ich euch nun aus meiner Sammlung:


Er nennt sich auch Prachtzünsler/Olethreutes arcuella, seinen Namen trägt zu Recht, so einen bunten Zünsler sieht man wirklich selten, ich hatte das Glück.