Dienstag, 3. Februar 2026

Was machen die Tiere im Winter?

Das ist so eine typische Kinderfrage, ja, was machen die Tiere im Winter? Ich hatte dazu im Naturzentrum eine kleine Ausstellung zurecht gemacht und die Kinder dazu eingeladen.


 

Hier hatte ich versucht, einen Winterwaldboden herzurichten, mit Schnee, Laub, Beeren , Ästen und so in etwa dargestellt, wie ein Winterboden eben aussieht.

An den Seitenwänden hatte ich noch allerhand Grashalme, Schilf und Beerensträucher aufgebaut. Ein großes Plakat mit Vögeln aufgehängt.

 

Einzelne Vögel noch in Großformat ausgesucht. Dann machten wir die Runde, beginnend beim Waldboden, die Kinder mußten schauen und benennen, was sie alles kennen und, wer sich eventuell unter dem Laub und Schnee versteckt hielt. Dazu durften sie den Waldboden ein wenig zur Seite schieben und siehe da, da waren zuerst ein paar Marienkäfer, ich hatte jeweils Fotos versteckt. Dann einige Spinnen und Wanzen. Ich erklärte zu den einzelnen Tieren ihre Überwinterungs - Strategien. Den hübschen Igel haben sie gleich entdeckt, dazu gab ich ihnen den Rat mit nach Hause, sie sollten den Eltern sagen: Bitte recht nicht alles Laub zusammen, der Igel braucht es dringend für den Winterschlaf." Einige haben es getan, es gab Rückmeldungen von den Eltern.



Dann nahmen wir uns die Vögel näher in Augenschein, sie durften sagen, welcher ihnen besser gefiel, ich hatte noch mehr Einzelvogelbilder aufgehängt. Dann stellten wir fest, sie haben verschiedene Schnäbel, dicke kräftige, dünne zarte, sehr lange und sogar Schnäbel überkreuzt.  Das hat seine Richtigkeit, die mit den dicken Schnäbeln sind Körnerfresser, sie können die Körner aufspalten und fressen. Die mit den dünneren Schnäbeln, fressen Insekten dazu brauchen sie einen zarten Schnabel, damit sie die Insekten besser packen können. Die mit den langen Schnäbeln stochern gerne in der Erde, oder hämmern damit ihre Nisthöhlen in Bäume. Die mit den überkreuzten Schnäbeln können Tannenzapfensamen aus der Hülle entfernen. Nun konnten sie schon selber folgern, warum an den Wegrändern in den Reben auch nicht alles weggemäht werden sollte, da gibt es soviel Samen für die Vögel, den sie im Winter drigend brauchten. Natürlich haben wir uns auch über die Winterfütterung unterhalten, an einem späteren Zeitpunkt haben wir selber Futterkugeln hergestellt.


 

Der Favorit bei den Kindern war eindeitig dieser hübsche Igel, er ist aber auch so hübsch gelungen, der Bastlerin ein Lob.


Montag, 2. Februar 2026

Wespenspinnen

 
Ob ich in diesem Jahr auch wieder Wespenspinnen beobachten kann? Ich hoffe es sehr. Den Werdegang der Wespenspinnen konnte ich 2008 sehr gut in unserem Garten beobachten und möchte es gerne nochmals zeigen.




 

Hier kann man es ganz deutlich sehen, das kleinere Männchen nähert sich ganz langsam dem Weibchen, er tut gut daran. Wird er zu stürmisch, oder fängt er die Sache zu plump an, erkennt das Weibchen ihn als Angreifer  und, so grausam es klingt, sie verschlingt ihn.



Hier scheint es zu klappen, das Weibchen ergibt sich, und die Paarung gelingt.


So langsam wie sich das Männchen sich herangewagt hat, so langsam muß er die Dame auch wieder verlassen, sonst... naja ich habe es oben beschrieben.


Nun liegt vor dem Weibchen eine große Aufgabe, zuerst muß sie viel futtern, d.h. viel Insekten in ihrem wunderbaren Netz fangen.


 Hier ist ihr gerade eine fette Beute ins Netz gegangen, die wird schnell eingesponnen, damit sie nicht entfliehen kann, um dann in Ruhe ausgesaugt zu werden, der unverdauliche Rest wird fallen gelassen. Inzwischen wird sie immer dicker, die Eier im Bauch werden immer mehr, bis das Mass voll ist und die Wespenspinne einen Kokon für die vielen Eier bauen muß, zwischen 80 - 100 Eier können es sein.




 

In nur einer Nacht webt sie dieses Kunstwerk, wobei sie verschiedene Webfarben und Stärke selber produziert, den Kokon mit feinen Gewebe auspolstert, um darin ihre Eier abzulegen, danach verankert  sie den Kokon fest zwischen hohem Gras oder Sträuchern. Einfach genial was diese Spinne da leistet, manchnal baut sie auch zwei Kokons, wenn die äusseren Bedingungen stimmen, d.h. wenn sie sich ausgiebig gut ernähren konnte. Danach ist Lebenswerk vollendet und die neue Generation Wespenspinnen wächst heran.

Sonntag, 1. Februar 2026

Februarmorgen

Weil die Sonne im Kommen war, bin ich schnell in den Garten gegangen um die Februarsonne zu begrüßen:

Mühsam quälte sie sich durch die Wolken.


Die Winterlinge spürten schon ein wenig Wärme, warteten dann doch noch lieber bis sie sich ganz öffnen werden.


Die Schneeglöckchen, umgeben von den Kiefernnadel, haben sie warme  "Füsse " und blühen schon ein paar Wochen bei uns, genau gesagt, schon im Dezember.


Schaut mal wer sich da schon raus wagt, die Hyazinthen, die sollen lieber nicht so neugierig sein.


Dies Stiefmütterchen  steht auch unter der Kiefer am Küchenfenster, ein Stückchen weiter noch ein paar,  sie kommen immer von ganz alleine, ich verteile sie gerne in mein Terassenbeet.


Solche filigranen Kunstwerke entstehen ganz von alleine, mir gefällt das sehr gut, ich bin immer ganz angetan von den gleichmäßig verteilten Blütengerippe.



Im Rasen regt sichs auch, die Gänseblümchen blühen vereinzelnt, und die Veilchen beginnen ihre Blätter zu entfalten, so kann der Februar weiter machen. Kommt gut in die neue Woche.


Freitag, 30. Januar 2026

Schon ist der Januar.....

..... vorbei, wie sah er bei uns so aus?? Überwiegend Nebel.

 


 Zwischendurch auch mal Sonne:


Aber sie mußte mächtig kämpfen.

 

 


 Hatte es am Ende dann doch geschafft und gleich sah die Welt bunter aus.

 


Die Schneeglöckchen blühten lieblicher, sie blühen bei uns schon eine ganze Weile.

 

 


Sogar eine mutige Mistbiene wagte sich schon mal vor, gelb zieht an, vermittelt Wärme.


Auch unsere Winterlinge bedecken ganze Flächen, vorwiegend unter der Kiefer vor dem Küchenfenster, da hat man gleich ganz anderen Schwung. Insgesamt kan man sagen, ein normaler Januar, wie immer. 

 

 

Jetzt schauen wir mal, womit der Februar uns überrascht, eins ist sicher, mit Fasnet, ich bin froh, wenn der ganze Rummel wieder rum ist, ich mag die Zeit nicht. Kommt gut in die neue Woche.



Donnerstag, 29. Januar 2026

So beim Stöbern .....aus dem Jahr 2017 aber immer noch aktuell.....

 ... entdeckt habe ich einige Fotos von einem Elsassbesuch im Sommer. Da es so richtig fies draussen war, war es drinnen besonders angenehm.
Bei unserem Besuch im Ecco-Musee fielen mir besonders die Bilder von  "Hansi", einem Maler aus dem Elsass auf. Er verstand es in besonderer Weise seinen Unmut über die Deutschen auszudrücken.
Am 23.02.1873 wurde er in Colmar, unter dem Namen Jean-Jacques Waltz, geboren, seit 1871 war das Elsass von Deutschland besetzt, nachdem Deutschland den Krieg gewonnen hatte.

Sein Vater war sehr geschichtsinteressiert, das färbte sich auf den Kleinen ab, schon mit 10 Jahren entdeckte er besondere Begabung in der Malerei und war in der Lage, auf Grund seines kritischen Geistes, seine Ablehnung gegen die Besatzer auszudrücken. Er war gezwungen die "Reichsschule" zu besuchen, in der man versuchte, den Schülern " kaiserlich-deutsche Disziplin" bezubringen.

Besonders in dieser Veröffentlichung, gelang es ihm, die Deutschen aufs Korn zu nehmen. Er besuchte die Kunstakademie in Lyon, wurde zunächst Technischer Zeichner in der Textilindustrie, aber seine Leidenschaft galt der Darstellung seines geliebten Elsass.



Er gewährt einen Einblick in jene Zeit, da ging man geordnet in die Kirche, sein Gesangbuch unterm Arm und ohne Krach zu machen.


In die Schule ebenfalls pünktlich und auf dem schnellsten Wege, man beachte die schöne Tracht die für Jungen und Mädchen üblich waren, mir gefallen schon allein deswegen seine Bilder.


Und am Nachmittag da spielte man draussen, die älteren Kinder haben auf die jüngeren Kinder aufgepasst, sogar die Gänse waren mit einbezogen, Idylle pur.


Bis dann 1941 die Idylle zerstört wurde und auch im Elsass wieder die Frage der Identität auftrat: Wo gehören wir hin? Es gab ja ein ständiges Hin und Her einmal Frankreich, einmal Deutschland und die Elsässer wurden in Deutsche Uniformen gesteckt, ohne wenn und aber. Es hat lange gedauert bis zwischen den Völkern das Misstrauen verschwunden ist. Heute gibt es einen regen Grenzverkehr, einfach übern Rhein bei Breisach und schon ist man drüben. Ich fahre manchmal einfach mit Rad übern Rhein in die kleinen Dörfer, man glaubt sich oft in Zeit "Hansis" versetzt, ich finde es toll.,
 

Ein Zusatz sei erlaubt, das anmutend lustige Kinderlied:" Der Hans im Schnoogeloch der weiß nicht was er will. Was er hat das will er nicht und was er will das kriegt er nicht, der Hans im...." Es drückt die Gefühle der Elsässer sehr deutlich aus, hin und her gerissen. Bei einer Spazierfahrt durch ein kleines Elssäser Dorf, stand an einer Mauer: " Unsere Sproch verreckt.."Gemeint war der Dialekt im Elsass, nur wenige Menschen sprechen den Dialekt, ich mag ihn gerne.







Mittwoch, 28. Januar 2026

Mit der Bahn......

..... bin ich gestern zum Augenarzt, er ist in Breisach, was sehr praktisch für uns ist. Wegen der vielen Medikamente, die ich nehmen muß, ist eine regelmäßige Kontrolle nötig.

 


 Mit diesem Nahverkehrszug, der etwa jede halbe Stunde nach Breisach fährt, bin ich gefahren Ich war gespannt wie alles klappen würde, ist die Bahn für Rollatoren Fahrerinnen eingerichtet??



Die Fahrt dauert nur 6 Minuten und der Einstieg und Ausstieg funktionierten gut. Beim Halt fährt eine Übergangsplatte zwischen Bahnkante und Zug aus, so dass man kein Hindernis überwinden muß. Drinnen gab es genügend Platz für den Rollator, Fahrräder und Kinderwagen. Meine Untersuchung war gut, alles stimmte, dem Alter entsprechend und der Augenarzt lobte den Operateur, der mir die Linsen in meine beiden Augen sauber eingearbeitet hat, da freut man sich doch sehr.

Früher fuhr die Bahn bis nach Colmar ins Elsass, im Krieg wurde die Eisenbahnlinie zerstört und nicht wieder aufgebaut. Heute bedauert man das und man redet schon länger davon, eine neue Brücke zu bauen, doch das geht nicht mehr, es fehlt das Gelände dazu, man hat nach dem Krieg alles zugebaut. Nun gibt es eine Busverbindung nach Colmar.


 

Breisach ist ein nettes Städtchen direkt am Rhein, mit einer guten Infrastruktur. Aus dem Elsass kommen Kinder hier aufs Gymnasium, kein Wunder, viele Deutsche haben dort billig gebaut.


 

Flusskreuzschiffe legen hier an.


Blick von der elsässischen Seite auf Breisach.


Auf elsässischer Seite gibt es immer eine Menge Schwäne, ich bin gerne immer rüber geradelt, ich fühlte mich da wie im Urlaub, weil man dort nicht alles zugepflastert hat, sieht es noch urig aus.


 

Bis es auf dem Markplatz wieder so aussehen wird, das geht noch eine Weile.




Montag, 26. Januar 2026

Er ist weg......

...... der Nebel, als ich das Fenster heute öffnete fiel mir es mir sofort auf, der Nebel ist weg, ich habe wieder einen klaren Blick aufs Dorf, wie schön. Ich habe auch viel besser geschlafen.

 

 

Das sieht doch gleich ganz anders aus, da steht man doch viel lieber auf. Gestern hatte ich schon mal etwas vorbereitet, um es euch zu zeigen, jetzt hat man ja auch Zeit, Fotos einmal länger zu betrachten. Es geht um Fliegen, die werden uns ja sicherlich in diesem Jahr auch wieder begegnen.



Anfangen möchte ich mit der schönen Skorpionfliege/Panopra cummunis, leider habe ich sie auch schon sehr lange nicht mehr gesehen.


Warum sie Skorpionsfleige heißt? Ihr Stachel gab ihr den Namen, mit dem sie aber nicht sticht, ihn haben nur die Männchen und die benutzen ihn dazu, die Weibchen bei der Paarung festzuhalten, das wäre geklärt.


 

 Auffallend glänzend zeigt sich die Grünglänzende Waffenfliege/Chloromyla formosa, besonders schön, wenn die Sonne drauf scheint.

 


 

Diese etwas kugelige Fliege nennt sich Igelfliege/Tachina fera, die Fliege ist harmlos, sie ernährt sich von Blüten, gefährlicher sind ihre Larven, die ernähren sich von Raupen, die die Fliege als Eier in die Raupen gelegt hat.

 

 

Eine interessante bunte Fliege stell ich nun vor, sie gehört zu den Raupenfliegen und ist die Rotgefleckte Raupenfliege/Eriothrix rufomaculata, ich hatte sie schon mal gezeigt, falls sie euch bekannt vor kommt. Sie erscheint von Juni-August und man findet sie auf Blumenwiesen, Waldrändern und Gärten. Auch ihre Larven sind Innenparasiten, d.h. sie wachsen in Schmetterlingsraupen heran, gerne in Zünsler Raupen. Die Fliege ernährt sich von Pollen und Nektar.



Zu dieser Fliege zuerst ein Witz: Fliegt die Fliege haarscharf am Netz einer Spinne vorbei, die Spinne ruft:" Warte, morgen erwisch ich dich," Antwort : Geht nicht, ich bin eine Eintagsfliege." Damit ist auch gleich die Fliege bestimmt, Eintagsfliege/Ehemera danica, da war ich aber schnell, bevor sie ihren einen Tag verbracht hat, ich habe sie erwischt, aber seither auch nicht mehr und dieses Foto dürfte um die 20 Jahre alt sein.