Freitag, 25. September 2026

Wer hätte das gedacht

 Die Giftpflanze des Jahres ist : Die Gartenbohne/Phaseolus vulgaris und warum? Sie enthält Toxin-Phasin, das verklummt die Kohlenhydrat Verbindungen und verklebt die roten Blutkörper, behindert die Sauerstoff Zufuhr. Das bezieht sich natürlich nur auf rohen Verzehr, gekocht ist es ein wunderbares Gemüse, aber wer isst sie schon roh??



 

Dies Foto ist im zeitigen Frühjahr gemacht worden, sie kommen gut voran.

 


 Sie brauchen eine Stütze.

 


 Sie Blühen und locken Insekten an.

 


Weiße und rote Blüten.


Eine Holzbiene taucht tief hinein.


 

 

Ich hatte meistens die Feuerbohnen angepflanzt, die trugen reichlich und bis in den Herbst hinein. Einen großen Vorteil hatten sie ausserdem noch, man brauchte sich nicht bücken. Ein schönes Wochenende euch allen.

Donnerstag, 24. September 2026

Ausflug in den Schwarzwald

 Heute möchte ich euch in den Schwarzwald mitnehmen.

 

 

In diesem Haus, im oberen , ist ein Museum, das haben wir besucht und daraus ein paar Fotos vom Leben der Schwarzwaldbauern vor 100 Jahren aufgenommen.

 

Verschiedene Haushaltsgegenstände.

 


 Tontöpfe für alle mögliche Gelegenheiten, Schmalztöpfe, Trinkgefäße, was man damals alles so brauchte und was auch z.T. selbst hergestellt wurde.

 

Buntes Sammelsurium.
 




Alles wurde verwendet, auch das Stroh, das wurde sorgsam gesäubert, geglättet und in den Wintermonaten als Hausschuh verarbeitet. Nicht nur für den Eigenverbrauch, man ging auf den Markt in die große Stadt Freiburg, um Käse,  Brot, Kirschwasser, zu verkaufen  und nahm die Strohschuhe ebenfalls mit. Für die Strohschuhe werden lange Zöpfe geflochten, sie werden dann zu Hausschuhen geformt, indem man sie zusammen näht, es ist wirklich eine Kunst und wird bis heute z T. noch gepflegt. Man hat wirklich sehr warme Füße darin, ich hatte mir einmal ein Paar gekauft. In den Häusern war es immer sehr dunkel, man hatte ja eigentlich nur Kerzen oder Tranfunzeln die furchtbar stanken, erst als man auch bis in die letzten Täler Stromleitungen legte, wurde es in allen Räumen hell. Es gibt immer noch die typischen Schwarzwälder Häuser, die gerne gekauft werden, um sie zu renovieren und moderisieren und darin zu wohnen. Sie stehen unter Naturschutz und dürfen von aussen nicht verändert werden.

 

 

 




Neben Kühen, gibt es auch viele Ziegenherden, aus denen Käse gemacht wird, eine Firma trägt den lustigen Namen " Monte Zieg".

 

 

Natürlich jede Menge Kühe
 

 


 

Zum Schluß noch für Schwarzwaldromantiker. " Es steht eine Mühle im Schwarzwäldertal....." sie steht schon noch da, aber sie rauscht und klappert nicht mehr. Besonders jetzt im Herbst ist es im Schwarzwald besonders schön.




Dienstag, 22. September 2026

Ich habe einen......

 ..... Laternenträger im Garten, nicht was ihr jetzt denkt, nein ein Tierchen:

 

 

Der sass auf einem Salbeiblatt, fast unauffällig. Ich schaue ja immer ganz genau und so habe ich ihn entdeckt. Der Laternenträger/Dictyophara europaea ist nur 9 - 13 mm lang und zartgrün, liebt warme Regionen, bei uns gerade richtig. Gehört in die Falmilie der Zikaden.

 

 

Dies ist ein Foto aus dem Archiv, hier erkennt man seine wunderschöne Äderung auf den zarten Flügeln und die schnabelartig zulaufende Kopfform , mit den Augen rechts und links. Er hält sich gerne auf Rasenflächen auf,  daher schwer zu entdecken, wie habe ich mich gefreut ihn hier in meinem Garten zu finden. Trotz seiner geringen Größe ist er ein Meister im Springen, er springt einen Meter weit und einen Meter hoch, etwa das Hunderfache seiner Körpergröße. Was für eine Meisterleistung.
 

Montag, 21. September 2026

Blume des Jahres 2026

 Weil ich mir gerne die Favoriten des Jahres ansehe, so habe ich bei der Blume des Jahres den Feldrittersporn gefunden.

 


Den Feldrittersporn /Consolida regalis findet man immer seltener im freien Feld. Durch Überdüngung  und häufiges mähen wird er immer mehr zurück gedrängt. 

 


 Er liebt sonnigen, kalkhaltigen Boden, ganz charakterischtisch ist sein Sporn.

 

Leider habe ich kein Foto wo man den Sporn sehen kann. Den Feldrittersporn fliegen hauptsächlich Tiere mit einem langen Saugrüssel ca. 15 mm Länge  an, das  sind insbesondere Hummeln, Schmetterlinge und einige Wildbienenarten wie, die Schmalbienen. Der Rittersporn gehört zu den Hahnenfussgewächsen und steht auf der Roten Liste.

 

 

Sonntag, 20. September 2026

Blick in den Schlupf........

 
......... habe ich heute mal wieder gemacht, es war nicht viel los dort, d.h. auf dem Spielplatz schon, aber im Kräutergarten ein Chaos. Zugegeben, die Landfrauen, die die Pflege übernommen haben, sind mit der Herbsterei beschäftigt, so hoffe ich wenn alles rum ist, dass wieder Zeit dafür zu Verfügung steht. Es ist mir ein großes Anliegen, ich bin Mitbegründerin und habe etliche Führungen dort gemacht.


Was wunderschön blüte, waren die Herbstastern, mehrere Stauden.

 

 

Eine Schwebfliege hatte sich an einer Pferfferminzblüte zu schaffen gemacht. 

Ihringen hat sich überlegt, wie kann man Kunst unter die Leute bringen, da hatten sie diese Idee:
Ihringer Künstler sollten ihre Werke in der Öffentlichkeit zeigen, aber wie?? Man fragte die Einwohner einer Strasse, ob sie bereit wären, an ihrer Hauswand ein Gemälde anbringen zu lassen, das kam gut an, hier ein paar Beispiele:

 

 




  Als ich auf dem Weg zum Kräutergarten war, mit Rolli selbstverständlich, sassen 4-6 Jungen zwischen 6 und 9 Jahren mitten auf dem Gehweg, ich umfuhr sie, da stellte sich ein Junge vor mich hin und fragte; Kannst du mir den Rolli mal geben?? Ich sagte nein, den brauche ich, da fragte er weiter: Und wenn ich dir den wegnehme fällst du dann auf die Schnautze??? Ich sagte sicher nicht, aber wenn, dann du mit mir. Die anderen Jungen waren ganz entsetzt, das sah man ihnen an. Ich sagte zu dem Frechdachs: Wenn du so alt bist wie ich, dann bekommst du einen eigenen Rolli. Ja, man muß auf alles gefasst sein und ihnen Paroli bieten, dann sind sie sprachlos.


 

Freitag, 18. September 2026

Gestern stellte ich......

 ....... die Wildpflanze des Jahres vor und heute möchte ich die Heilpflanze des Jahres 2026 vorstellen, die Gemeine Nachtkerze/Oenothera biennis .

 

Nachts im Garten, ohne und mit Blitzlicht und ich meinte auch einen zarten angenehmen Duft zu bernommen zu haben.





 


 

 

Was ist das Geheimnis ihrer Heilwirkung? Aus ihren Samen gewinnt man wertvolles Nachtkerzenöl das entzündungshemmend auf Hauprobleme wirkt, der Wirkstoff ist die Linolsäure. Aber auch in der Küche kann man sie als essbaren Blickfang verwenden, z.B. in Salaten, Suppen und Desserts, die Blüten schmecken leicht süsslich. Gerne wird sie von vielen Insekten angeflogen, insbesondere Nachtschwärmer wie diesen hier:

 


 Dieser ist nicht gerade im Anflug auf eine Nachtkerze, aber er gehört zu diesen Nachtschwärmern, der Wolfsmilchschwärmer, den ich neulich vorstellte. Da die Blüten auch noch in frühen Morgenstunden geöffnet sind, wird er auch noch von Tagfaltern gerne angeflogen, inclusive der Taubenschwänzchen, und in einem oberen Foto, auch von Spinnen.

 

 

 Hier ruht sich  das Taubenschwänzchen gerade aus, um später gegen Abend, wenn sich die Nachtkerze öffnet, wieder munter sein zu können.



Donnerstag, 17. September 2026

Wildblume des Jahres 2026 .......

 ..... ist der Natternkopf geworden:

 


 Der Blaue Natternkopf/Echium vulgare, sein vollständiger Name.

 

Der Nektar vom Natternkopf soll sehr zuckerreich sein und lockt viele Wildbienen, Schmetterlinge, Schwebfliegen und Hummeln an. Der Name  "Natternkopf" bezieht  sich auf die wie ein offenes Maul wirkende Blüte mit dem herausragenden, gespaltenen und dadurch an eine Schlangenzunge erinnernd. 

 


 Von den vielen Schmetterlingen die den Natternkopf anfliegen, kann ich drei zeigen:

 


 Es ist dies die Messingeule/Diachrysia chrysitis.

 


Auch die Weiße Tigermotte/Spilosoma lubricipeda fliegt den Natternkopf gerne an.

 


Und schließlich der Russische Bär/Callimorpha quadripuntaria