Donnerstag, 15. Oktober 2026

Apfelkantate

Kennt ihr die Apfelkantate von Hermann Claudius?? Er ist der Urenkel von Matthias Claudius, der ist besser bekannt. Er schrieb die Lieder:" Der Mond ist aufgegangen, Wir pflügen und wir streuen.... und hat den Wansbeker Boten rausgebracht. Dichten muss wohl in der Familie gelegen haben, hört euch mal an, was der Urenkel kann.

 Der Apfel ist nicht gleich am Baum.



Da war erst lauter Blüte, da war erst lauter Blütenschaum, da war erst lauter Frühlingstraum und lauter Lieb und Güte.

Dann waren Blätter, grün an grün und grün an grün nur Blätter.


Die Amsel nach des Tages Mühn, die sang ihr Abendlied gar kühn. Und auch bei Regenwetter.


Der Herbst, der macht die Blätter steif. Der Sommer muß sich packen.



 Hei, dass ich auf dem Finger pfeif: da sind die ersten Äpfel reif und haben rote Backen.


Und haben Backen rund und rot. Und hängen da und nicken. Und sind das lichte Himmelsbrot,


wir haben unsre liebe Not, dass wir sie alle pflücken.



Und was bei Sonn und Himmel war, erquickt nun Mund und Magen und macht die Augen hell und klar. So rundet sich das Apfeljahr und mehr ist nicht zu sagen.


Gedicht von Hermann Claudius, bebildert von mir.

Mittwoch, 14. Oktober 2026

Herbstereignis im Elsass

 Ein besonderes Ereignis im Herbst ist es immer wenn , die Kühe von den Weiden wieder ins Tal geholt werden. Ich war einmal dabei, das war 2013, solange ist es schon her, aber der Ablauf ist immer der Gleiche. Munster im Elsass ist unsere Partnergemeinde, sie hatten die Ihringer zum Weideabtrieb eingeladen, ich hatte mich dafür angemeldet. Der Bus brachte uns ein Stückchen den Berg hinauf, dann gings für uns ca.10 - 12 km hinauf, um dann mit den Kühen den Weg wieder runter bis nach Munster.


Oben angekommen wurden wir schon erwartet.


 

Die letzten Korrekturen an der Tracht wurde noch gerichtet.

 


 Sie stand schon startklar, ihr fehlte nur noch der Schmuck.

 


 War das geschafft, gings los runter ins Dorf. Die Kühe hatten es eilig, denn sie wurden am Morgen nicht gemolken, damit sie schnell ins Dorf traben sollten und nicht unterwegs noch grasen mußten. 


 Die hatten ein sehr flottes Tempo drauf und wir mußten uns mächtig anstrege, um  mit ihnen Schritt zu halten.

 


 Dieser Kleinen gefiel das auch sehr, sie hatte noch Zeit gefunden, ein paar Blumen zu pflücken.

 


 Hier kann man etwas besser den schönen Kopfschmuck sehen, es war die Leitkuh mit der größten Glocke um den Hals.

 


 Unten in Munster wurden die Kühe schon erwartet, die Albbläser hatten sich vor dem Münster versammelt und gaben ein Willkommens Ständchen.

 


 Die Kühe marschierten durch den Ort und wurden von ihren Besitzern in Empfang genommen, es war ein Gedränge und ich hatte Mühe, ein paar Fotos zu machen. Zudem drängten die Kühe nun endlich in ihre Ställe zu kommen, um gemolken zu werden.

 


 Überall wurden sie im Ort von verschiedenen Musikerinnen empfangen und alle waren bestens gelaunt. Nachdem die Kühe alle ihre Besitzer gefunden hatten, gings im Ort noch weiter mit der Feierrei. Im größtem Festsaal hatten viele fleißige Hände unzählige "Elsässische Vesperteller" vorbereitet. Man konnte zwischen Käsetellern und Wursttellern wählen, ich hatte mich für den Käseteller entschieden. Zum Kaffee gab es natürlich den Gugelhupf, der im Elsass "Kougelhopf" geschrieben wird. Viel Musik wurde angeboten, vieles in Mundart. Die Elsässer kämpfen darum, ein eigenständischer Landesteil zu bleiben, man wollte von Paris aus die Region umbenennen, dagegen wurde heftig und erfolgreich protestiert. In den Schulen wird nur noch französisch unterrichtet, auch dagegen gab es Proteste, man setzte sich durch, dass auch Elsässisch gelehrt wird. Bei einer früheren Rundfahrt durchs Elsass, fanden wir an einer Hauswand in großen Buschstaben, folgendess: " Unsere Sproch verreckt", das sagt alles. Solche Begegnungen sind deshalb so wichtig, um Tradionen zu bewahren. Die Elsässer hatten es immer schwer, sie standen oft zwischen den Fronten, einmal waren sie Franzosen, dann wieder Deutsche, die neue Generation hat sich neu formiert, sie sind Franzosen.

 

 

 


Dienstag, 13. Oktober 2026

Altweibersommer

 So werden die letzten schönen Sommertage genannt, der Name stammt aus dem altdeutschen Wort " weiben" ab, was soviel wie weben, knüpfen von Spinnweben. Andere Erklärungen sagen, es soll an das graue Haar der älteren Damen Frauen erinern. Früher sagte man man statt Frau Weib, daher die Kombination: Alt gleich Weib und daraus der Altweibersommer.

 


So fängt alles an, kleine Gartenkreuzspinnen dicht zusammengeballt, wachsen heran spinnen dann als Einzelne kleine Spinnchen zarte Fäden und lassen sich daran vom Wind treiben, um sich einen eigenen Lebensraum zu schaffen und natürlich zu wachsen.

 

 Hier eine Übersicht der verschieden Gartenkreuzspinnnen/Araneus diadematus mit den wunderbaren Zeichnungen.

 

Bei dieser Marmorierten Kreuzspinne/Araneus marmoreus, kann man gut die Spinnfäden erkennen.

Gartenkreuzspinne/Araneus disdematus.

 


Eichblattkreuzspinne/Araneus ceropegius.


 

Nochmal eine Gartenkreuzspinne zum Abschluß, das reicht, denn so beliebt sind die Spinnen nicht bei allen Lesern. 

 





 

Montag, 12. Oktober 2026

Vor 15 Jahren an einem Sommertag

 

Sommeridylle


Zwischen Blumen und den Bohnen kann man schön im Schatten thronen. Denkste, was ertönt von nebenan??? Der Nachbar wirft den Mäher an.

Fliehst gemütlich unter Feigen, ganz der Literatur sich neigend. Da schrillts im Haus ganz ungeniert, jemand hat sich nur geirrt.


Naja, denkste, legst dich einfach unter Trauben, in dem festen steten Glauben, endlich Ruhe dort zu finden. Erst hört man ein leises Summen, schließlich dann ein lautes Brummen.
Wespen, Bienen ohne Zahl halten grade Mittagsmahl.



Wieder nichts, denkst du noch heiter, gehste halt ein Stückchen weiter. Unter einer Haselnuss gibts bestimmt den Abendgenuss. Plötzlich tanzen rauf und runter, tausend Mücken und sind munter. Eine setzt sich mit Geschick, just hinten auf mein Genick. Die Hand holt aus, laut macht es patsch und die Mücke, die ist Matsch. So wird man zum Sommerkiller, doch ruhig wird es dennoch nimmer.

Ja, das sind die Sommerfreuden. Frustriert zieht man sich da zurück, versucht im heißen Haus sein Glück. Dennoch, man ist hocherfreut, der Sommer ist die schönste Zeit.

Sonntag, 11. Oktober 2026

Herbstlandschaft


 


 Nur ein paar Herbstbilder, bevor alles vorbei ist.

 



So schön ist bei uns im Herbst, natürlich auch nur, wenn die Sonne scheint. Kommt gut in die neue Woche.


 


Freitag, 9. Oktober 2026

Weil wir gerade bei Holz......

 ....... sind, kennt ihr noch diese Wäscheholzklammern??

 


 Ich habe sie heute im Klammerkorb entdeckt, sie lagen zusammen mit den Plastikklammern darin. Sie sind mir eigentlich nie so aufgefallen, weil wir die Plastikklammern auch nicht so oft benutzen, nur wenn der Wind weht, wir hängen draussen die Wäsche auf, wir haben keinen Trockner und wollen auch keinen. Heute werden sie ja nur noch neu gekauf und zum Basteln verwendet. Es gab ja auch noch andere Klammern, ohne Draht, die waren einfach aus einem Ast geschnitten und gespalten, damit man sie auf die Wäsche drücken konnte.

 


 So in etwa sahen sie aus, ich habe versucht ein Bild davon zu erstellen, lacht bitte nicht. Die hielten allerdings nicht so arg fest. Wenn der Nordsee Wind kräftig blies, dann mußte man immer mal nachschauen ob noch alle Klammern festhielten. 

Es ist kühler geworden 15° das ist schon heftig, im T-Shirt laufen und ohne Socken, das geht nicht mehr.

 


                                 Ein schönes Wochenende wünsche ich allen Lesern.

Donnerstag, 8. Oktober 2026

Endlich Regen.......

 ....... wer hätte das gedacht. dass man sich so über Regen freuen kann wie dieser Mann.


Wirklich, alle sind damit einverstanden, dass es regnet. Der Herbst ist rum, dass meiste Getreide ist geerntet und so darf es kräftig regenen, damit alles frisch aufgefüllt wird und die Schiffe auf den Flüßen wieder ordentlich Wasser unterm Kiel haben.

 

Sie freut sich auch darüber, diese Figuren stehen im Kurpark von Bad Krozingen, ich war öfter dort in der Reha und habe diese großen Figuren immer bewundert.




Sie stammen alle von einem Künstler aus Polen, er und seine Frau pflegen den dortigen Kräutergarten und der Mann hat ausserdem draussen sein Atelier, man kann ihm bei Arbeiten zuschauen. Ich habe das öfters gemacht, es war schon spannend ihn dabei zu beobachten, jetzt wird er sicher eine Pause machen.