Heute ist wieder so ein Wetter zum Davonlaufen, nur wohin?? Es ist nebelig und feucht, richtig ungemütlich. Ich stöbere mal wieder in alten Erinerungen aus der Zeit, wo ich noch flott unterwegs war. Ich nehme euch mit auf eine meiner Touren zusammen mit einer Schulklasse samt Eltern, es war kurz vor den Ferien.
Der Aktionsrucksack gut gepackt und immer dabei, meine Hummel Herta, die soviel bei meinen Wanderungen mitbekommen hat, dass sie sich oft einfach frech einmischt und laut sagt:"Halt, du hast was vergessen." Ich benutze dann immer eine andere Tonlage und die Kinder sind voll begeistert. Ein kleiner Dioalog mit mir und schon gehts weiter.
Diesen Weg sind wir gewandert, immer auf den Spuren des Wiedehopfs.
So schön schaut er aus, hier am Kaiserstuhl fühlt er sich sehr wohl, hier findet er ideale Bedingungen. Bei Gefahr stellt er seinen Kamm auf, damit will er imponieren. Den galt es zu entdecken, aber das ist nicht so einfach, sein Nest baut er nicht etwa in den Gipfel der Bäume, nein, er sucht sich Höhlen aus, in denen er sein Nest baut. Nest kann man eigentlich nicht sagen, so richtig kuschelig baut er nicht, ein paar Zweige genügen ihm, um dort zwei, im Höchstfall drei Eier abzu legen.
Kurze Erklärung meinerseits, man muß schon laut sprechen, um sich Gehör zu verschaffen, das kann ich. Los gehts. Der Wiedehopf bezieht seine Nahrung direkt aus dem Boden. Wie macht er das?? Er watschelt durch die Rebzeilen, dadurch entsteht eine kleine Erschütterung die schon ausreicht, um Würmer zu erschrecken, sie kommen an die Oberfläche und der Wiedehopf kann sie mit seinem langen Schnabel aus der Erde herausholen. Die Winzer haben das erkannt und lassen zwischen den Reben eine geschlossene Wildkräuterreihe stehen. Die Wiedehöpfe werden jedes Jahr mehr, es werden auch Nisthöhlen in den Reben angeboten, man arbeitet sozusagen Hand in Hand.
Als wir an einer hohen Lösswand vorbei kamen, da mußten doch die Kinder raufklettern, um in das große Loch da oben hineinschauen zu können.
Fast geschafft, aber nichts drin, sie stiegen ab, wie sie anschließend aussahen, wie mit Mehl bepudert, aber der Löss lässt sich leicht abklopfen.
Dass der Löss so hart war, das glaubte mir so richtig niemand, alles muß geprüft werden, wirklich, sie konnten nicht mit ihren kleinen Fingern ein Loch bohren.
Inzwischen war es Zeit, eine Futterpause zu machen, das ist immer ein Höhepunkt bei solchen Wanderungen. Weil ich ja auch noch in der Schule gesundes Essen mit ihnen durchgesprochen habe, wird stolz gezeigt, was man alles so Gesundes dabei hat, ich amüsiere mich immer köstlich.
Auf dem Heimweg habe ich aus ein paar längeren Halmen eine Puppe gestaltet, das beherrsche ich noch aus Kindertagen.
So sahen am Ende die Püppchen aus, noch ein wenig nachgebessert, eine Rebschere habe ich immer dabei. Die ersten Interessenten sahen die und alle wollten so eine Puppe, was macht man dann? Ich sagte, ich zeige euren Eltern wie es geht, ihr sucht Halme.
Das kam dabei heraus, riesige Bündel von Halmen und jetzt? Naja, wir mußten eine Bastelpause einlegen.
Als Dankeschön überreichte mir ein Papa diesen schönen Wiesenstrauss, das war die Gelegenheit, um festzustellen, was ist hängengeblieben? Ich fragte die Eltern nach den Blumennamen, wen sie es nicht wußten, durften die Kinder antworten, mit dem Ergebnis war ich sehr zufrieden.
Es war ein gelungener Ausflug für alle und runter ins Dorf durften die Kinder dann rennen, aber warten, bis alle an der Hauptstrasse angekommen waren, um sie gemeinsam zu überqueren.













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