Freitag, 30. Januar 2026

Schon ist der Januar.....

..... vorbei, wie sah er bei uns so aus?? Überwiegend Nebel.

 


 Zwischendurch auch mal Sonne:


Aber sie mußte mächtig kämpfen.

 

 


 Hatte es am Ende dann doch geschafft und gleich sah die Welt bunter aus.

 


Die Schneeglöckchen blühten lieblicher, sie blühen bei uns schon eine ganze Weile.

 

 


Sogar eine mutige Mistbiene wagte sich schon mal vor, gelb zieht an, vermittelt Wärme.


Auch unsere Winterlinge bedecken ganze Flächen, vorwiegend unter der Kiefer vor dem Küchenfenster, da hat man gleich ganz anderen Schwung. Insgesamt kan man sagen, ein normaler Januar, wie immer. 

 

 

Jetzt schauen wir mal, womit der Februar uns überrascht, eins ist sicher, mit Fasnet, ich bin froh, wenn der ganze Rummel wieder rum ist, ich mag die Zeit nicht. Kommt gut in die neue Woche.



Donnerstag, 29. Januar 2026

So beim Stöbern .....aus dem Jahr 2017 aber immer noch aktuell.....

 ... entdeckt habe ich einige Fotos von einem Elsassbesuch im Sommer. Da es so richtig fies draussen war, war es drinnen besonders angenehm.
Bei unserem Besuch im Ecco-Musee fielen mir besonders die Bilder von  "Hansi", einem Maler aus dem Elsass auf. Er verstand es in besonderer Weise seinen Unmut über die Deutschen auszudrücken.
Am 23.02.1873 wurde er in Colmar, unter dem Namen Jean-Jacques Waltz, geboren, seit 1871 war das Elsass von Deutschland besetzt, nachdem Deutschland den Krieg gewonnen hatte.

Sein Vater war sehr geschichtsinteressiert, das färbte sich auf den Kleinen ab, schon mit 10 Jahren entdeckte er besondere Begabung in der Malerei und war in der Lage, auf Grund seines kritischen Geistes, seine Ablehnung gegen die Besatzer auszudrücken. Er war gezwungen die "Reichsschule" zu besuchen, in der man versuchte, den Schülern " kaiserlich-deutsche Disziplin" bezubringen.

Besonders in dieser Veröffentlichung, gelang es ihm, die Deutschen aufs Korn zu nehmen. Er besuchte die Kunstakademie in Lyon, wurde zunächst Technischer Zeichner in der Textilindustrie, aber seine Leidenschaft galt der Darstellung seines geliebten Elsass.



Er gewährt einen Einblick in jene Zeit, da ging man geordnet in die Kirche, sein Gesangbuch unterm Arm und ohne Krach zu machen.


In die Schule ebenfalls pünktlich und auf dem schnellsten Wege, man beachte die schöne Tracht die für Jungen und Mädchen üblich waren, mir gefallen schon allein deswegen seine Bilder.


Und am Nachmittag da spielte man draussen, die älteren Kinder haben auf die jüngeren Kinder aufgepasst, sogar die Gänse waren mit einbezogen, Idylle pur.


Bis dann 1941 die Idylle zerstört wurde und auch im Elsass wieder die Frage der Identität auftrat: Wo gehören wir hin? Es gab ja ein ständiges Hin und Her einmal Frankreich, einmal Deutschland und die Elsässer wurden in Deutsche Uniformen gesteckt, ohne wenn und aber. Es hat lange gedauert bis zwischen den Völkern das Misstrauen verschwunden ist. Heute gibt es einen regen Grenzverkehr, einfach übern Rhein bei Breisach und schon ist man drüben. Ich fahre manchmal einfach mit Rad übern Rhein in die kleinen Dörfer, man glaubt sich oft in Zeit "Hansis" versetzt, ich finde es toll.,
 

Ein Zusatz sei erlaubt, das anmutend lustige Kinderlied:" Der Hans im Schnoogeloch der weiß nicht was er will. Was er hat das will er nicht und was er will das kriegt er nicht, der Hans im...." Es drückt die Gefühle der Elsässer sehr deutlich aus, hin und her gerissen. Bei einer Spazierfahrt durch ein kleines Elssäser Dorf, stand an einer Mauer: " Unsere Sproch verreckt.."Gemeint war der Dialekt im Elsass, nur wenige Menschen sprechen den Dialekt, ich mag ihn gerne.







Mittwoch, 28. Januar 2026

Mit der Bahn......

..... bin ich gestern zum Augenarzt, er ist in Breisach, was sehr praktisch für uns ist. Wegen der vielen Medikamente, die ich nehmen muß, ist eine regelmäßige Kontrolle nötig.

 


 Mit diesem Nahverkehrszug, der etwa jede halbe Stunde nach Breisach fährt, bin ich gefahren Ich war gespannt wie alles klappen würde, ist die Bahn für Rollatoren Fahrerinnen eingerichtet??



Die Fahrt dauert nur 6 Minuten und der Einstieg und Ausstieg funktionierten gut. Beim Halt fährt eine Übergangsplatte zwischen Bahnkante und Zug aus, so dass man kein Hindernis überwinden muß. Drinnen gab es genügend Platz für den Rollator, Fahrräder und Kinderwagen. Meine Untersuchung war gut, alles stimmte, dem Alter entsprechend und der Augenarzt lobte den Operateur, der mir die Linsen in meine beiden Augen sauber eingearbeitet hat, da freut man sich doch sehr.

Früher fuhr die Bahn bis nach Colmar ins Elsass, im Krieg wurde die Eisenbahnlinie zerstört und nicht wieder aufgebaut. Heute bedauert man das und man redet schon länger davon, eine neue Brücke zu bauen, doch das geht nicht mehr, es fehlt das Gelände dazu, man hat nach dem Krieg alles zugebaut. Nun gibt es eine Busverbindung nach Colmar.


 

Breisach ist ein nettes Städtchen direkt am Rhein, mit einer guten Infrastruktur. Aus dem Elsass kommen Kinder hier aufs Gymnasium, kein Wunder, viele Deutsche haben dort billig gebaut.


 

Flusskreuzschiffe legen hier an.


Blick von der elsässischen Seite auf Breisach.


Auf elsässischer Seite gibt es immer eine Menge Schwäne, ich bin gerne immer rüber geradelt, ich fühlte mich da wie im Urlaub, weil man dort nicht alles zugepflastert hat, sieht es noch urig aus.


 

Bis es auf dem Markplatz wieder so aussehen wird, das geht noch eine Weile.




Montag, 26. Januar 2026

Er ist weg......

...... der Nebel, als ich das Fenster heute öffnete fiel mir es mir sofort auf, der Nebel ist weg, ich habe wieder einen klaren Blick aufs Dorf, wie schön. Ich habe auch viel besser geschlafen.

 

 

Das sieht doch gleich ganz anders aus, da steht man doch viel lieber auf. Gestern hatte ich schon mal etwas vorbereitet, um es euch zu zeigen, jetzt hat man ja auch Zeit, Fotos einmal länger zu betrachten. Es geht um Fliegen, die werden uns ja sicherlich in diesem Jahr auch wieder begegnen.



Anfangen möchte ich mit der schönen Skorpionfliege/Panopra cummunis, leider habe ich sie auch schon sehr lange nicht mehr gesehen.


Warum sie Skorpionsfleige heißt? Ihr Stachel gab ihr den Namen, mit dem sie aber nicht sticht, ihn haben nur die Männchen und die benutzen ihn dazu, die Weibchen bei der Paarung festzuhalten, das wäre geklärt.


 

 Auffallend glänzend zeigt sich die Grünglänzende Waffenfliege/Chloromyla formosa, besonders schön, wenn die Sonne drauf scheint.

 


 

Diese etwas kugelige Fliege nennt sich Igelfliege/Tachina fera, die Fliege ist harmlos, sie ernährt sich von Blüten, gefährlicher sind ihre Larven, die ernähren sich von Raupen, die die Fliege als Eier in die Raupen gelegt hat.

 

 

Eine interessante bunte Fliege stell ich nun vor, sie gehört zu den Raupenfliegen und ist die Rotgefleckte Raupenfliege/Eriothrix rufomaculata, ich hatte sie schon mal gezeigt, falls sie euch bekannt vor kommt. Sie erscheint von Juni-August und man findet sie auf Blumenwiesen, Waldrändern und Gärten. Auch ihre Larven sind Innenparasiten, d.h. sie wachsen in Schmetterlingsraupen heran, gerne in Zünsler Raupen. Die Fliege ernährt sich von Pollen und Nektar.



Zu dieser Fliege zuerst ein Witz: Fliegt die Fliege haarscharf am Netz einer Spinne vorbei, die Spinne ruft:" Warte, morgen erwisch ich dich," Antwort : Geht nicht, ich bin eine Eintagsfliege." Damit ist auch gleich die Fliege bestimmt, Eintagsfliege/Ehemera danica, da war ich aber schnell, bevor sie ihren einen Tag verbracht hat, ich habe sie erwischt, aber seither auch nicht mehr und dieses Foto dürfte um die 20 Jahre alt sein.







Sonntag, 25. Januar 2026

Bei mir glänzt es

 Draussen immer noch Nebel, könnt ihr nachfühlen wie man sich da fühlt??? Die ganze Woche immer nur Nebel, da halte ich Ausschau nach glänzenden Sachen, da fielen mir Käfer ein, warum? Weil manche so schön glänzen. (Bilder anklicken nicht vergessen.)


Hier gleich der Gold-Laufkäfer, oder  auch Goldschmied/Carabus auratus genannt, der trägt doch seinen Namen zu Recht. Man findet ihn im offenen Gelände, Wälder meidet er, sowie sandige Böden. Er ist tagaktiv und macht Jagd auf Nacktschnecken, Regenwürmer, Insektenlarven, von April bis August ist er aktiv.

 



 

Gold überpudert, der Golstaubkäfer/Hoplia argenta, ihn findet man, wenn überhaupt, in verwilderten Gärten, offenen Landschaften, Feldgehölze und auch in Parkanlagen.


Er hat einen kleinen Rüssel, der Grünrüssler/Phyllobius argentatus, hält sich meistens auf Blättern auf, die auch seine Speise sind.



Diese Johanniskraut-Blattkäfer/Chrysomela varians habt ihr sicher alle schon einmal gesehen. Von Mai bis September kann man sie an Waldrändern, auf extensiv genutzten Wiesen und Ödland finden. Ihre Imagines findet man häufig auf Johanniskrautarten.



Etwas kleiner als der Maikäfer, ist er hier, der Junikäfer/Amphimallon solstitiale. Er glänzt nicht nur, er sieht auch sehr struppig aus. Mitte Juni erscheint er und bis Ende Juli ist er aktiv, sind auf Wiesen und Brachfeldern und in unserem Garten zu finden. Ich bin mit meiner Käfervorstellung fertig, aber der Nebel ist immer noch da. Euch allen einen schönen sonnigen Sonntag.



Freitag, 23. Januar 2026

Niemand will......

....... solche Bilder sehen:

 

 

 

Jeden Morgen den gleichen Blick, Nebel, dann lieber gleich wieder zurück ins Bett und weitergeschlafen.


 

Da tut sich doch etwas?? Die Sonne kündigt sich an, der Tag könnte doch noch interesssant werden.


 

Leider leider nein, ein wenig weiter konnte man schauen bis zur Kirche das war es dann auch. Macht nichts, schaue ich mir einfach bunte Bilder an und träume mal schon vom Sommer:









So, nun geht es mir gleich wieder besser und draussen ist es ein wenig heller geworden.


Ich wünsche allen Lesern ein schönes Wochenende.







Donnerstag, 22. Januar 2026

Immer noch Nebel

Wir haben seit Montag Dauernebel, das macht mir sehr zu schaffen. In meinem Kopf summt und brummt es wie in einem Bienenstock, das Atmen fällt mir schwerer weil der Nebel die Luft nach unten drückt und so gut wie keine frische Luft durchlässt. Dann gehe ich natürlich nicht unbedingt spazieren, ich lese und stöbere natürlich am PC und dort in meinen vielen vielen Fotos. Ich will euch heute einmal wieder die Gottesanbeterin/Mantis religiosa vorstellen, noch gibt es sie, aber man muss sehr genau suchen, sie ist eine perfekte Tarnkünstlerin.


Wer da?? Ach die schon wieder, nichts wie weg. Schaut mal auf die kräftigen "Mandilben", das sind die starken Kauwerkzeuge die zum Zerkleinerm von Nahrung dienen.



Diesen langen Fangarmen entgeht keine Beute, weil....


........ sie an den Fangarmen diese Zähne hat, die die Beute fest umklammern, entkommen unmöglich.


Schönes Schattenspiel, man kann am Schatten sehr gut die typische Haltung der Gottesanbeterin erkennen. So lauert sie unbeweglich, oft an hohen Grashalmen, nähert sich ganz unbekümmert eine Beute, dann schnappt sie blitzschnell zu, Kopf ab und dann wird genüsslich geschmaust.


Hier sieht man, wie gut getarnt sie im Gestrüpp wartet, diese scheint schwanger zu sein.


 
 

Bei der Paarung hat das Männchen oft sehr schlechte Karten, er muß sich ganz sachte heranschleichen, keine falsche Bewegung darf er sich erlauben, sonst wird er als Feind erkannt und wird gefressen. Stellt er sich plump an, oder verpasst rechtzeitig den Absprung, ist das sein Todesurteil. Hat es geklappt, dann wachsen im Bauch der Gottesanbeterin zwischen 80 und 100 Eier heran.




Die werden dann im eigens dafür gebauten Kokon abgelegt, das kann Stunden dauern, bis das Weibchen dies vollendet hat, das passiert im Herbst. Erst ab April-Mai schlüpfen dann die Jungen.


 

So sieht sie dann aus, noch nicht ganz ausgefärbt, ca.3 cm groß aber gleich als Gottesanbeterin zu erkennen, die typische Haltung ist schon vorhanden. Es gibt nicht nur grüne Gottesanbeterinnen, auch in anderen Farben sind sie mir hier am Kaiserstuhl schon begegnet.




Eine braune Variante.



 

Aber in Grün gefällt sie mir immer noch am besten.

 

Als ich einmal bei geöffneter Tür am PC sass, schaute doch eine sehr neugierigen Gettesanbeterin dürch die Tür, ist die nicht süß??  


Ob ich in diesem Jahr nochmals so gute Chancen habe?? Man braucht ein sehr gutes Auge, um sie zu finden.