Dienstag, 20. Juni 2017

Die Idee kam....

... heute in der Früh, weils doch so irrsinnig heiß werden soll bei uns, war ich schon früh zugange im Garten. Die Bohnen hatte ich ein wenig aufgehackt, jemand sagte mal, einmal hacken ersetzt das Giessen, fragt sich nur, was leichter ist. So im Vorbeilaufen an meinen Sempervivien sah ich sie:

Diese junge Gottesanbeterin, noch sehr blass in der Farbe, vielleicht so 3cm groß aber schon ein vollkommenes Insekt, Fangarme, die Haltung alles perfekt, ich war begeistert. Ich hatte im Herbst immer Ausschau nach einem Kokon gehalten, habe aber keinen gefunden.

So sieht der Kokon einer Gottesanbeterin aus. Er ca.7 cm lang und darin legt sie bis zu 80 Eier, ein tolles Gebilde, es fühlt sich so wie Schaumabdichtung an, die man beim Bau verwendet.

So kann sie einen anschauen, so fragend:"Was hast du vor mit dem großen Auge? Es macht mir  angst, mach es weg, oder ich springe."

Gut zu erkennen ihre Kauwerkzeuge, damit zermümmelt sie genüsslich ihre Beute. Einmal ist sie mir tatsächlich auf die Kamera gehopst, ich hätte fast die Kamera fallengelassen.

Ein Blick auf ihre Fangarme ist schon beeindruckend, da wundert es nicht, dass von dort kein Entkommen mehr ist.

Meistens sind sie ja grün, kräftig grün, hier so im Abendsonnenschein, es war schon im Herbst und sie suchte wohl einen passenden Ort für ihren Kokon.

Vor einigen Jahren habe ich diese gelbliche Gottesanbeterin gefunden, darauf war ich besonders stolz, denn oft sieht man sie nicht. Nun habe ich einmal alles zusammengetragen was ich so an Fotos von Gottesanbeterinnen habe. Ja, ich brauche tatsächlich nicht unbedingt ins Gelände, in meinem Garten finde ich sie auch. Dazu darf ein Garten natürlich keinen englischen Rasen haben, die Gottesanbeterin liebt eher hohe Gräser und Blumen, da liegt sie dann versteckt mit angewinkelten Fangarmen und wehe, wehe wer da nicht schnell genug ist, den erwischt es eben.










Kommentare:

  1. Liebe Edith,

    mir lag es ja auf der Zunge, aber es wollte partout nicht raus.
    Toll, dass Du die ganzen Bilder noch einmal zusammen zeigst. Wie gesagt, ich hätte nicht gedacht, dass man sie so antrifft.
    Mit ist mal ein großes Heupferd auf die Kamera gehopst. Gut, dass ich den Gurt immer um den Hals habe.

    Liebe Grüße
    Jutta

    AntwortenLöschen
  2. Insekten sind nicht so meins aber dem Blick der mich anschauenden Gottesanbeterin kann ich nicht widerstehen.
    Liebe Grüße!

    AntwortenLöschen
  3. ...und schon hab ich den *Flip* aus der Maja liebenswert vor Augen und ein Märchen über den Wettbewerb der Tiere und ihre Sprungkraft.
    Die Gottesanbeterin, ist sie auch die Grille mit dem Zirpen in warmen Nächten?
    LG in den Sommermorgen!
    Kelly

    AntwortenLöschen
  4. @ Nein kelly, zirpen tut sie nicht, die Gottesanbeterin. Das nächtliche Zirpen kommt von den Weinhähnchen, jedenfalls hier in unserer Region. Das ist die klassische Geräuschkulisse in warmen Spätsommernächten.
    Lieber Gruß
    von Edith

    AntwortenLöschen