Ein besonderes Ereignis im Herbst ist es immer wenn , die Kühe von den Weiden wieder ins Tal geholt werden. Ich war einmal dabei, das war 2013, solange ist es schon her, aber der Ablauf ist immer der Gleiche. Munster im Elsass ist unsere Partnergemeinde, sie hatten die Ihringer zum Weideabtrieb eingeladen, ich hatte mich dafür angemeldet. Der Bus brachte uns ein Stückchen den Berg hinauf, dann gings für uns ca.10 - 12 km hinauf, um dann mit den Kühen den Weg wieder runter.
Die letzten Korrekturen an der Tracht wurde noch gerichtet.
Sie stand schon startklar, ihr fehlte nur noch der Schmuck.
War das geschafft, gings los runter ins Dorf. Die Kühe hatten es eilig, denn sie wurden am Morgen nicht gemolken, damit sie schnell ins Dorf traben sollten und nicht unterwegs noch grasen sollten.
Die hatten ein sehr flottes Tempo drauf und wir mußten uns mächtig anstregen mit ihnen Schritt zu halten.
Dieser Kleinen gefiel das auch sehr, sie hatte noch Zeit gefunden, ein paar Blumen zu pflücken.
Hier kann man etwas besser den schönen Kopfschmuck sehen, es war die Leitkuh mit der größten Glocke um den Hals.
Unten in Munster wurden die Kühe schon erwartet, die Albbläser hatten sich vor dem Münster versammelt und gaben ein Willkommens Ständchen.
Die Kühe marschierten durch den Ort und wurden von ihren Besitzern in Empfang genommen, es war ein Gedränge und ich hatte Mühe, ein paar Fotos zu machen. Zudem drängten die Kühe nun endlich in ihre Ställe zu kommen und gemolken zu werden.
Überall wurden sie im Ort von verschiedenen Musikerinnen empfangen und alle waren bestens gelaunt. Nachdem die Kühe alle ihre Besitzer gefunden hatten, gings im Ort noch weiter mit der Feierrei. Im größtem Festsaal hatten viele fleißige Hände unzählige "Elsässische Vesperteller" vorbereitet. Man konnte zwischen Käsetellern und Wursttellern wählen, ich hatte mich für den Käseteller entschieden. Zum Kaffee gab es natürlich den Gugelhupf, der im Elsass "Kougelhopf" geschrieben wird. Viel Musik wurde angeboten, vieles in Mundart. Die Elsässer kämpfen darum, ein eigenständischer Landesteil zu bleiben, man wollte von Paris aus die Region umbenennen, dagegen wurde heftig und erfolgreich protestiert. In den Schulen wird nur noch in französisch unterrichtet, auch dagegen gab es Proteste, man setzte sich durch, dass auch Elsässisch gelehrt wird. Bei ei früheren Rundfahrt durchs Elsass, fanden wir an einer Hauswand in großen Buschstaben, folgendess: " Unsere Sproch verreckt", das sagt alles. Solche Begegnungen sind deshalb so wichtig, um Tradionen zu bewahren. Die Elsässer hatten es immer schwer, sie standen oft zwischen den Fronten, einmal waren sie Franzosen, dann wieder Deutsche, die neue Generation hat sich neu formiert, sie sind Franzosen.










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