....... wenn es Frühling wird, dann beginnt der Kampf mit dem Unkraut, das ich lieber Wildkraut nenne, da steht dann auch oft die Brennnessel auf der Liste.
Die Brennnessel blüht meistens weiß, aber auch rötlich, jeder hat sicher schon die unliebsame Erfahrung mit ihr gemacht, ja sie wehrt sich wenn man sie berührt. Sie bietet noch mehr als nur mal auf der Haut brennen an, nämlich für viele Insekten eine unerschöpfliche Futterquelle. Genaues Hinschauen, Blätterumdrehen, Handschuhe benutzen ist sinnvoll. Dann tut sich eine Wunderwelt auf.
Wer sitzt denn da gut getarnt?? Ein Heupferdchen.
Hier ruht sich gerade eine Büffelzikade aus.
Eine Schwebfliege versucht sich an der Blüte.
Eine Raupe vom kleinen Fuchs/Aglaiis urticae mag sehr gerne Brennnesselgrün.
Auch die Raupe des Admirals/Vanessa atalanta legt gerne ihre Eier an den Brennessel ab.
Landkärtchen und auch andere Schmetterlinge, machen kurz auf der Brennnessel Halt, um sich zu sonnen.
Gepunktet zeigt sich die Tagpfauenaugeraupe/Inachis io, Raupen können sehr interessant sein.
Auch Spinnen sonnen sich gerne auf den Brennnesseln, ein Weberknecht kann hier seine langen Beine mal richtig schön ausstrecken.
Diese Gartenkreuzspinne/Araneus diadematus finde ich besonders schön, es gibt sie in unterschiedlichen Farben, meine sieht silbrig aus und dadurch so edel. Es krabbeln ja noch so viele Tiere drunter und über die Blätter, ich habe nur einen kleinen Teil zeigen können, ich wollte nur aufmerksam machen, wie wichtig Brennnessel im Ökosystem sind, lasst also ruhig irgendwo in einer Gartenecke ein paar Brennesseln stehen.
Das muß ich euch auch noch berichten, in meiner Zeit im Kinderrgarten sind wir nicht nur gewandert, nein wir haben auch gekocht, und wisst ihr was?? Brennnesselsuppe, das war ein Gaudi, die Kinder waren sehr skeptisch, logisch, ich hatte eine ganze Plastiktüte voll Brennnessel mitgebracht. Zuerst mußten die gewaschen werden, wer ist mutig?? Ein tapferer Junge meldetet sich, als er bestätigte, die brennen nicht, wollten alle einmal waschen. Zerkleinert habe ich sie, dabei erklärte ich ihnen, aus den ganz kleinen Häarchen an den Nesseln tritt Ameisensäre raus die das Brennen verursacht, wenn die Häärchen gebrochen sind, brennt sie nicht mehr.Ich hatte die Brennnessel in etwas Rapsöl mit Zwiebeln angeschwitzt, Wasser dazu gegeben, danach gut gewürzt, und eine Viertelstunde gekocht und dann mit Schmand verquirlt, gut abgeschmeckt, wer möchte probieren??? Ein Mädchen meldete sich, sie wurde genau beobachtet, als sie den Daumen hob und sagte: sehr lecker, wollten plötzlich alle davon kosten. Als der Mittagessen Lieferrant eintrudelte und fragte:Was esst ihr denn da? Das mußt du probieren , riefen sie, das ist Brennnesselsuppe, er probierte tatsächlich und fand es auch lecker. Im Dorf wurde ich von einigen Müttern nach dem Rezept gefragt, probierts auch mal aus, wenns es wieder soweit ist, die jungen Brennnesseln sollte man dafür nehmen, sie sind noch schön zart.











Ich hatte im Garten noch nie Brennnesseln. So eine wilde Ecke wäre ja gar nicht verkehrt. Also wilde Ecken haben wir schon, aber ohne Brennnesseln. Dafür wachsen sie bei uns überall am Bahndamm entlang.
AntwortenLöschenLiebe Grüße - Elke