Dienstag, 21. Juni 2022

Wildpflanze des Jahres 2022

 Ist die Einbeere geworden. Die Loki Schmidt Stiftung kürt jedes Jahr eine immer seltener werdende Pflanze und diesmal ist es die Einbeere/Paris quadrifolia.


Im Frühjahr, d.h.im Mai, zeigt sie sich so, vierblättrig, ca.10 - 30 cm groß und mit einer sehr unscheinbaren Blüte mittendrin.  Die vier gelblichen und schmäleren Blättter im Inneren, fallen kaum auf. In Auenwäldern, Eichen-und Buchenwälder, Nadelmischwälder, zerstreut in Europa, fühlt sie sich wohl.



Im Herbst zeigt sie dann ihre kaum kirschgroße schwarze Beere. Sie enthält giftige Saponine, bei meinen Führungen habe ich immer sehr stark darauf hingewiesen. Der Gattungsname verweist auf die griechische Mythologie, die Beere symbolosiert den Eris-Apfel, um den sich Paris, Athene, Hera und Aphrodite (4 Blätter) versammelten. Bei uns kann man sie noch öfter finden


Montag, 20. Juni 2022

Gartentier des Jahres....

 2022, was glaubt ihr wer das ist??? Ich war überrascht, es ist die Holzbiene:


Die Blaue Holzbiene/Xylocopa violacea hat das Rennen gemacht, sie ist Gartentier des Jahres geworden. Mit ihrer Länge von 20-28 mm ist sie ein unübersehbares Insekt und überhören kann man sie auch nicht. Je nachdem wie das Licht auf sie fällt, schillert sie von bräunlich zu violett. Sie liebt morsches Holz in dem das Weibchen einen Nistgang nagt und baut aus Nagespänen die Zellwände. 


Sie liebt die Wärme und war auch zunächst öfter im Süden zu sehen, also bei uns. Das hat sich durch den Klimawandel geändert, sie zieht immer weiter nach Norden, schaut mal, ob sie bei euch schon angekommen ist.

 

 

Wenn sie eine Blüte anfliegt, wo der Nektar zu tief liegt, dann beißt sie einfach den Kelch an, um schnell an den Nektar zu kommen. Ich hatte das immer gut beobachten können, wenn sie sich am Winterjasmin zu schaffen machte. An der zweiten Stelle bei den Gartentieren liegt das Eichhörnchen, davon kann man bei Elke/Mainzauber jede Menge sehen. Darauf folgt das Tagpfauenauge:

 

 

Bekannt, beliebt und immer wieder gern gesehen und fotogarfiert, stimmts?




Freitag, 17. Juni 2022

Augen + Blicke = Augenblicke.....

..... die sollte man immer nutzen, wenn sie sich bieten. Die Idee zu diesem Beitrag kam so: Weil es doch im Augenblick soo heiß ist und ich deshalb nicht rausgehe, habe ich in meinen Fotos gestöbert und meine Eidechsenfotos mal durchgeschaut. Selbst den Eidechsen ist es momentan zu heiß, sie halten sich auch lieber in den kühlen Mauerritzen auf, nur morgens sehe ich sie hier flitzen und dann wieder am Abend.


So schauen einen die Eidechsen an, wenn man ein Foto machen möchte, immer ein wenig skeptisch, hier das Auge einer Smaragdeidechse/Lacerta viridis, ein Weibchen, die Männchen haben einen blauen Kehlfleck.


Im Laub aufgespürt, eine Waldeidechse/Lacerta vivipara, "Wenn die näher kommt hau ich ab", hat sie vielleicht gedacht.


So unterschiedlich können manchmal die gleichen Eidechsen aussehen, hier wieder ein Weibchen der Smaragdeidechse, sie schaute interessiert in die Kamera.


"Wie siehts aus, scheint die Sonne?" Mag diese Mauereidchse/Lacerta muralis zu fragen.


Seltener ein Blick von einer Schwarzen Mauereidechse, sie gibt es bei uns hin und wieder mal am Kaiserstuhl zu sehen, den Moment habe ich wahrgenommen. Ob sie wohl schon vielen Fotografen so in die Kamera geschaut hat?

 

"Die ist ja immer noch da, dann trau ich mich nicht raus."


Ich sah nur etwas Grünes huschen und sah sie gerade noch so, die Smaragdeidechse, die ebenso überrascht wie ich.

Nur mal kurz die Lage peilen und dann schnell wieder weg.



Da hatte ich das Glück einem Smaragdmännchen zu begegnen, man kann den blauen Kehlfleck erkennen.


Bei einer Führung mit einer Schulklasse, hatten Schüler diese Eidechse gefangen, um sie mir zu zeigen, leider konnte ich ihnen nicht den Namen sagen, ich weiß ihn immer noch nicht. Aber nun weiß ich es doch, es ist eine Zauneidechse/Lacerta agilis. Nachdem sie uns und wir sie ausgiebig beäugt hatten, ließen wir sie wieder frei. Ich hoffe diese "Augenblicke" gefallen?

Donnerstag, 16. Juni 2022

Voll im Griff.....

..... hat uns die Hitzewelle, da ist an Wanderungen in der Natur nicht zu denken. Da dachte ich mir, ich nehme euch auf eine Kräuterwanderung mit, ganz bequem im Schatten. Da ja jetzt so viele Kräuter ihre Saison haben, möchte ich euch einige zeigen, wobei mir bei der Vielzahl die Auswahl schwer fällt. Also fangen wir mal an:

Im Juni wächst Johanniskraut/Hypericum perforratum, eine Hummel erfreut sich an ihrer Blüte.


Das einjährige Berufskraut/Erigon annuus kann sich schnell zur Wucherpflanze ausbreiten. Übrigens hat der Name nichts mit Beruf zu tun, sondern mit Berufen,Hexerei. Den Insekten ist das egal, eine Biene findet sie trotzdem interessant.


Mit dem Gewöhnlichen Leinkraut/ Linaria vulgaris hatte ich immer Probleme, ich dachte immer an Löwenmäulchen.


Die Wilde Möhre/Daucus carota stelle ich mal in einer etwas anderen Farbe vor, rosa angehaucht, sieht doch apart aus.



Bei mir im Garten blüht sie nun auch, die Wegwarte/Cichorium intybus, auch sie Treffpunkt verschiedener Insekten, klickt mal drauf, dann sieht man sie.


Die Flockenblume/Centaurea jacea wollte ich nicht nur so zeigen, da kam doch, wie gewünscht noch das Sechsfleckwidderchen/Zygaene filipendulae dazu, nun ist Farbe auf der Flockenblime.


Die Bunte Kronwicke/Coronnilla varia hat ihr ganz eigenes Widderchen, das Bergkronen-Widderchen, das habe ich aber noch sie gefunden.


Er verbreitet einen angenehmen Duft, der Majoran/ Origanum vulgare, auch Wilder Dost genannt. Bei meinen Führungen habe ich ihn immer Pizzakraut genannt, das hat sich bei den Interessierten besser eingeprägt, bei den Kindern sowieso.


Blühendes Gras, für Allergiker kein so schöner Anblick, oft übersieht man das blühende Gras, hier ist es mir mal aufgefallen.


Ein Bläuling auf Hornklee/Lotus corniculatus soll die kleine Wanderung beenden, ist doch auch mal nett, vom Stuhl aus die Kräuter bewundern.



Dienstag, 14. Juni 2022

Bärensammlung

Nein, ich möchte euch keinen Bären aufbinden, aber euch ein paar aussergewöhnliche Bären vorstellen, denen können aucht ihr gefahrlos begegnen. 


Da wäre als erster der Rosarote-Flechtenbär/Miltochrista miniato, einmal von der Unterseite.


Hier seine Oberseite, er schwamm auf  der Regentonne, oberes Foto, wir retteten ihn und bekamen so seine wunderschöne Oberseite zu sehen. Wie sein Name vermuten läßt, ist seine Futterpflanze die Flechte und nicht schwimmen in der Regentonne. Da er nachtaktiv ist, hatte er sich wohl verflogen und die Tonne als Zwischenlandung genutzt, sein Lebensraum sind verschiedene Waldtypen, aber auch in offenem Gelände und so gelangte er auch in unseren Garten.


 

Den hier, den kennt wohl inzwischen jeder, der Russische Bär/Euplagia quadripunctaria. Er hat eine große Vorliebe für Sträucher und Beeren, Brennnessel, Wiesensalbei, Kleiner Wiesenknopf und Blauer Natternkopf. So kann es sein, dass man ihn im eigenen Garten finden kann, vielleicht in euren Gärten.


Er öffnet nicht jedem seine Flügel und wenn, dann nur spärlich, aber dann sieht er wunderschön aus.

Einmal habe ich seine Unterseite erwischt, er saß am Fenster und ich nutze die Gelegenheit, hier erkennt man gut wie schön rot er sein kann.


Ähnlich dem Russischen Bär, sieht der Schönbär/Callimorpha dominula aus, ähnlich sind auch seine Futterpflanzen, aber im Gegensatz zum Russischen Bären, lebt er eher an feuchten Stellen und dort habe ich ihn auch gefunden, am Rande des Schwarzwaldes auf einer üppigen Wildblumenwiese. Meine Freude war dementsprechend groß, weil er eigentlich dämmerungs- und nachtaktiv ist. Drei Bären konnte ich zeigen, ich hoffe in diesem Jahr auf Neuheiten.



Sonntag, 12. Juni 2022

Überraschungsbesuch

 Bei uns kommt manchmal überraschend etwas angeflogen, setzt sich im Wintergarten ab und gibt uns Rätsel auf. So auch am Donnerstag, ich dachte ich seh nicht richtig, da sass doch am Türrahmen im Wintergarten dieser riesige Falter:

 


 Es ist der Windenschwärmer/Herse convolvuli. Seine Größe hat mich überrascht, seine Flügelspannweite ist 110-120 mm, ganz schön groß. Der Falter ist in den Tropen zu Hause und eroberte als äußert guter Flieger ganz Afrika und alle Gebiete Europas, somit auch  Ihringen. Auch seine Raupe ist sehr schön, die fand ich einmal auf einem Radweg:


Leider lebte sie nicht mehr, es ist wohl jemand über sie geradelt, ich habe sie dann an den Wegrand gelegt. Charakteristisch an Schwärmerraupen ist das gelbe Horn am Hinterleib, man kann es gut erkennen. Nun aber wieder zu unserem Gast am Türrahmen, wir beobachteten ihn sehr genau, waren gespannt ob er sich , wenn es dunkler würde auf den Weg macht. Wir waren besorgt, ob er auch den Weg wieder aus dem Wintergarten finden würde? Da wir nicht sicher waren, haben wir ein wenig nachgeholfen, vorsichtig beförderten wir ihn in ein Glas und stzten ihn in einer Tabakpflanze aus. Ich hatte mich nach Fressgewohnheiten kundig gemacht und festgestellt, dass er außer Winden auch Tabakpflanzen anfliegt. Mit seinem 9cm langem Saugrüssel kommt er mühelos bis auf den Grund des Blütenkelches.

 

Da saß er nun und wir beobachteten ihn sehr genau, waren gespannt wann er den Abflug wagte. Es dauerte schon eine Weile, bevor er abhob, begann er leicht zu zittern, wahrscheinlich mußte er sich erst startklar machen, aber dann sah ich wie er sich erhob, ein gigantische Bild von der Größe her, und davonschwebte.


 

So schön sieht er aus, wenn man das Glück hat ihn mit aufgeklappten Flügeln zu finden und das am hellichtem Tag. Ich bin immer noch ganz überwältigt, dass mir das einmal gelungen ist.






Freitag, 10. Juni 2022

Es wächst alles....

 ....... prima, die einzelnen Regenschauer waren für den Garten ein Wohltat, Wasser von ganz oben ist immer genial. In diesem Jahr habe ich unglaublich viele Hortensien, die müssen gezeigt werden:



Vielleicht liegt es daran, ich habe sie immer kräftig geschnitten, meint, einige Vasen damit befüllt. Das mach ich "weiter so". Hortensien  lieben etwas feuchten Boden und nicht den ganzen Tag in der vollen Sonne, diese Bedingungen finden sie bei uns.


Könnt ihr diese schöne "Wilde" erkennen?? Es ist die noch fast geschlossene Blüte von der nun folgenden.


Genau, es ist die Wilde Möhre, sie hat einen Stammplatz in meinem Wildrondell mitten im Rasen. Immer kann man etwas entdecken, man muß genau schauen. Seht ihr es auch??


Ich helfe ein wenig nach, mittig in der Blüte eine Blüte, sieht die nicht spitze aus? Es lohnt sich immer genau, in Blüten zu schauen, es gibt meistens was zum Entdecken.


Schön blühen meine Zucchinis und die ersten Früchte kann man auch schon sehen, in wenigen Tagen schon ernten?


Auch die Tomaten machen Fortschritte, da die Nächte z.Zt. etwas kühler sind, wachsen sie ein wenig langsamer, Tomaten sind auf warme Nächte angewiesen wenn sie wachsen sollen.


 

Um eigenen Salat ist mir nicht bange, er gedeiht prächtig, besonders nach den Regenschauern.