Donnerstag, 22. Januar 2026

Immer noch Nebel

Wir haben seit Montag Dauernebel, das macht mir sehr zu schaffen. In meinem Kopf summt und brummt es wie in einem Bienenstock, das Atmen fällt mir schwerer weil der Nebel die Luft nach unten drückt und so gut wie keine frische Luft durchlässt. Dann gehe ich natürlich nicht unbedingt spazieren, ich lese und stöbere natürlich am PC und dort in meinen vielen vielen Fotos. Ich will euch heute einmal wieder die Gottesanbeterin/Mantis religiosa vorstellen, noch gibt es sie, aber man muss sehr genau suchen, sie ist eine perfekte Tarnkünstlerin.


Wer da?? Ach die schon wieder, nichts wie weg. Schaut mal auf die kräftigen "Mandilben", das sind die starken Kauwerkzeuge die zum Zerkleinerm von Nahrung dienen.



Diesen langen Fangarmen entgeht keine Beute, weil....


........ sie an den Fangarmen diese Zähne hat, die die Beute fest umklammern, entkommen unmöglich.


Schönes Schattenspiel, man kann am Schatten sehr gut die typische Haltung der Gottesanbeterin erkennen. So lauert sie unbeweglich, oft an hohen Grashalmen, nähert sich ganz unbekümmert eine Beute, dann schnappt sie blitzschnell zu, Kopf ab und dann wird genüsslich geschmaust.


Hier sieht man, wie gut getarnt sie im Gestrüpp wartet, diese scheint schwanger zu sein.


 
 

Bei der Paarung hat das Männchen oft sehr schlechte Karten, er muß sich ganz sachte heranschleichen, keine falsche Bewegung darf er sich erlauben, sonst wird er als Feind erkannt und wird gefressen. Stellt er sich plump an, oder verpasst rechtzeitig den Absprung, ist das sein Todesurteil. Hat es geklappt, dann wachsen im Bauch der Gottesanbeterin zwischen 80 und 100 Eier heran.




Die werden dann im eigens dafür gebauten Kokon abgelegt, das kann Stunden dauern, bis das Weibchen dies vollendet hat, das passiert im Herbst. Erst ab April-Mai schlüpfen dann die Jungen.


 

So sieht sie dann aus, noch nicht ganz ausgefärbt, ca.3 cm groß aber gleich als Gottesanbeterin zu erkennen, die typische Haltung ist schon vorhanden. Es gibt nicht nur grüne Gottesanbeterinnen, auch in anderen Farben sind sie mir hier am Kaiserstuhl schon begegnet.




Eine braune Variante.



 

Aber in Grün gefällt sie mir immer noch am besten.

 

Als ich einmal bei geöffneter Tür am PC sass, schaute doch eine sehr neugierigen Gettesanbeterin dürch die Tür, ist da nicht süß??  


Ob ich in diesem Jahr nochmals so gute Chancen habe?? Man braucht ein sehr gutes Auge, um sie zu finden.





Dienstag, 20. Januar 2026

Erinnerungen

Heute ist wieder so ein Wetter zum Davonlaufen, nur wohin?? Es ist nebelig und feucht, richtig ungemütlich. Ich stöbere mal wieder in alten Erinerungen aus der Zeit, wo ich noch flott unterwegs war. Ich nehme euch mit auf eine meiner Touren zusammen mit einer Schulklasse samt Eltern, es war kurz vor den Ferien.

 

 

 

Der Aktionsrucksack gut gepackt und immer dabei, meine Hummel Herta, die soviel bei meinen Wanderungen mitbekommen hat, dass sie sich oft einfach frech einmischt und laut sagt:"Halt, du hast was vergessen." Ich benutze dann immer eine andere Tonlage und die Kinder sind voll begeistert. Ein kleiner Dioalog mit mir und schon gehts weiter.
 


 Diesen Weg sind wir gewandert, immer auf den Spuren des Wiedehopfs.


So schön schaut er aus, hier am Kaiserstuhl fühlt er sich sehr wohl, hier findet er ideale Bedingungen. Bei Gefahr stellt er seinen Kamm auf, damit will er imponieren. Den galt es zu entdecken, aber das ist nicht so einfach, sein Nest baut er nicht etwa in den Gipfel der Bäume, nein, er sucht sich Höhlen aus, in denen er sein Nest baut. Nest kann man eigentlich nicht sagen, so richtig kuschelig baut er nicht, ein paar Zweige genügen ihm, um dort zwei, im Höchstfall drei Eier abzu legen.


Kurze Erklärung meinerseits, man muß schon laut sprechen, um sich Gehör zu verschaffen, das kann ich. Los gehts. Der Wiedehopf bezieht seine Nahrung direkt aus dem Boden. Wie macht er das?? Er watschelt durch die Rebzeilen, dadurch entsteht eine kleine Erschütterung die schon ausreicht, um Würmer zu erschrecken, sie kommen an die Oberfläche und der Wiedehopf kann sie mit seinem langen Schnabel aus der Erde herausholen. Die Winzer haben das erkannt und lassen zwischen den Reben eine geschlossene Wildkräuterreihe stehen. Die Wiedehöpfe werden jedes Jahr mehr, es werden auch Nisthöhlen in den Reben angeboten, man arbeitet sozusagen Hand in Hand.



Als wir an einer hohen Lösswand vorbei kamen, da mußten doch die Kinder raufklettern, um in das große Loch da oben hineinschauen zu können.


Fast geschafft, aber nichts drin, sie stiegen ab, wie sie anschließend aussahen, wie mit Mehl bepudert, aber der Löss lässt sich leicht abklopfen.



Dass der Löss so hart war, das glaubte mir so richtig niemand, alles muß geprüft werden, wirklich, sie konnten nicht mit ihren kleinen Fingern ein Loch bohren.


 

Inzwischen war es Zeit, eine Futterpause zu machen, das ist immer ein Höhepunkt bei solchen Wanderungen. Weil ich ja auch noch in der Schule gesundes Essen mit ihnen durchgesprochen habe, wird stolz gezeigt, was man alles so Gesundes dabei hat, ich amüsiere mich immer köstlich.


Auf dem Heimweg habe ich aus ein paar längeren Halmen eine Puppe gestaltet, das beherrsche ich noch aus Kindertagen.


So sahen am Ende die Püppchen aus, noch ein wenig nachgebessert, eine Rebschere habe ich immer dabei. Die ersten Interessenten sahen die und alle wollten so eine Puppe, was macht man dann? Ich sagte, ich zeige euren Eltern wie es geht, ihr sucht Halme.


 

Das kam dabei heraus, riesige Bündel von Halmen und jetzt? Naja, wir mußten eine Bastelpause einlegen.

 

 

Als Dankeschön überreichte mir ein Papa diesen schönen Wiesenstrauss, das war die Gelegenheit, um festzustellen, was ist hängengeblieben? Ich fragte die Eltern nach den Blumennamen, wen sie es nicht wußten, durften die Kinder antworten, mit dem Ergebnis war ich sehr zufrieden.


 

Es war ein gelungener Ausflug für alle und runter ins Dorf durften die Kinder dann rennen, aber warten, bis alle an der Hauptstrasse angekommen waren, um sie gemeinsam zu überqueren.







Montag, 19. Januar 2026

Bockparade

Ihr habt richtig gelesen, es heißt Bockparade nicht Blogparade. Das heißt nicht, dass ich keinen Bock auf Blogparade habe, im Gegenteil, heute möchte ich " kleine Böcke" vorstellen, die man oft übersieht.

 

Den habt ihr sicher auch schon gesehen, der Scheinbockkäfer /Oedermera nobilis, die Männchen haben richtige Muskelpakete an den Hinterbeinen, sie haben von mir den Titel " Muskelprotze " erhalten. Bei den 13 mitteleuropäischen Arten, Gattung Oedemera verschmälern sich die Flügeldeckel nach hinten stark und klaffen daher an der Naht. Ihre Larven entwickeln sich in dürren Stengeln und oberen Wurzelteilen verschiedener Kräuter aber auch in morschem Holz.


Einen bunten Bock stelle ich vor, es ist der Ameisenbuntkäfer/Thanasimus formicarius, ihn trifft man vorzugsweise an Kiefern an, wo sie und ihre Larven Jagd auf Borkenkäfer machen, sind also Nützlinge.



Mit langen " Hörnern " kommt der Eichenspiesbock, oder nur einfach Eichenbock/Cerambyx cerdeo daher. Ich habe ihm längere Zeit zugeschaut, wie er mit den langen Hörner so zurecht kommt, erstaunlich geschickt.


 

Diesen Erdbock/Dorcadion fuliginator den fand ich vor mindesten 15 Jahren, er soll so gut wie ausgestorben sein. Mein Fund löste bei einer Exkursion durch den Kaiserstuhl größtes Erstaunen bei den Biologen aus, weil viele von ihnen diesen Käfer noch nie gesehen hatten.



Auch er, der Distelbock/ Agapanthia villosoviridescens hat lange und auch schöne Hörner.



Auch das will gelernt sein und gehört zum Leben dazu.


Er hat nicht nur beeindruckende Hörner, sondern auch wunderschöne bunte Beine der/Stenocorus meridianus. Er hält sich gerne in Laubwäldern, Waldlichtungen und Waldrändern auf und dort auf niedrigen blühenden Sträuchern, dort trifft man ihn ab Mai an. Ich hätte noch einige, aber die reichen erstmal, vielleicht habt ihr ja einmal eine Begegnung mit ihnen. Die Bilder sind alle aus meiner Sammlung und ich habe die meisten schon sehr lange nicht mehr gesehen, ich traure ihnen nach. Da gibt es immer noch Artgenossen die behaupten, Klimakrise?? Was ist das denn.






Freitag, 16. Januar 2026

Ein wenig.........

...... Frühlingsgefühle kamen da schon auf, wir haben immer so um die 8°, 9° Grad, dann kann man es aushalten.  Die Reben sind noch in Winterruhe, noch schlagen sie nicht aus, wäre auch ein wenig zu früh. Sie haben Dauergäste, eine kleine Schafsherde darf unter den Reben grasen.



Ein friedliches Bild, das kleine braune Schaf läuft der Mama hinterher, es muß von ihr lernen Gras zu fressen.


Es fängt ganz vorsichtig an zu schnuppern und ein wenig zu rupfen, so richtig lecker ist das nicht.


Dieses Schaf denkt, ich fange erst garnicht damit an das grüne Zeug zu versuchen, noch gibt es bei Mama etwas und das schmeckt leckerer.


Das kleine braune Schäfchen versucht doch lieber bei der Mama, aber die bleibt stur. Noch dürfen die Schafe dort weiden, wenn die Knospen spriesen dann ist es vorbei mit dem Grasen, denn auch Schafe wissen was lecker schmeckt und würden die zarten Knospen mit Vorliebe verspeisen.



Die Spargeltunnel sind auch schon gerichtet, damit es an Ostern frischen, einheimischen Spargel gibt.

 

 



Bald wird es wieder bunt unter den Reben und dann ist richtig Frühling am Kaiserstuhl. Heute haben wir schon einen schönen blauen Himmel mit Sonnenschein.

Ein Nachschlag sei noch erlaubt, die erste Eidechse hat sich auch schon an die Sonne getraut, vorhin im Garten entdeckt. Ich hatte geschaut, ob die Mistbiene vielleicht schon die frischen Blüten anfliegt, tatsächlich: 

Diese Eidechse lag schon in der Sonne und wirkte noch etwas träge, gut so, so konnte ich dies Foto machen, allerdings mich anschauen, das klappte nicht.



Eine Mistbiene gab es dann auch noch, ziemlich unten links im Bild.











Mittwoch, 14. Januar 2026

Heute .....

........ zeige ich einen Post von früher, es lohnt sich, den anzuschauen, weil sich das jedes Jahr wiederholt.

Müller's Garten sexy?

 

Viel Spass beim Anschauen.

 

Dienstag, 13. Januar 2026

In manchen Gegenden.....

 .... liegt Schnee, bei uns blüht es schon wieder.






Unsere Schneeglöckchen unter der Kiefer vor dem Küchenfenster, so sehen sie schon aus.



Gefolgt von den Winterlingen die sich auch schon zeigen.


Das finde ich schon sehr früh und sehr gewagt, aber ich freue mich darüber und darum zeige ich gerne meine Bilder, sie haben ja auch etwas mit Schnee zu tun " Schneeglöckchen".