Freitag, 16. April 2021

Alte Freunde besucht.....

 .... ja welche denn wohl? Ich bin wieder einmal an den Winklerberg gefahren, dort, wo ich meine die ersten Mauereidechsen in Massen erlebt habe. Es war sehr windig und kalt dazu, ich war gespannt ob sie sich sonnen. Doch sie waren draussen und huschten flink von Mauerloch zu Mauerloch.



Sie schauen immer sehr skeptisch, aber sie sind Menschen gewöhnt, denn ständig sind dort Fotografen, das haben sie schon mitbekommen, ihnen passiert nichts. Ich schaute natürlich auch nach der Schwarzen Mauereidechse, aber die war nicht aufzutreiben.

 

Auf dem Weg zum Winklerberg fährt man durch eine Unterführung, als ich oben ankam stand eine Fliederhecke schon in Blüte, das ging sehr schnell. Vor ein paar Tagen waren sie noch geschlossen.


Jutta aus Berlin meinte neulich: Bei uns blüht der Löwenzahn noch nicht. Bei uns gibt es schon die ersten Pusteblumen.




 Anziehungspunkt für Insekten ist der Löwenzahn sowieso, er wirkt anziehend für die Insektenwelt. Auf dem oberen Foto ist der Trauer-Rosenkäfer/Oxythyrea funestra zu sehen, sehr hingebungsvoll im Löwenzahn Angebot vertieft. Das untere Foto zeigt eine Biene, nicht weniger aktiv.

Landschftlich hübsch ist der wärmste Teil der Ihringer Reben gerade nicht, aber nicht überall so. Das ist notwendig, denn sonst würde der Berg abrutschen, das Lavagestein zersetzt sich mit der Zeit, so mußte man ihn stützen.



An den Mauern staut sich natürlich die Frühlingsonne und dementsprechend sind auch die Reben schon ausgeschlagen
Jetzt darf kein Frost mehr kommen, die zarten Knospen sind sehr gefährdet.


Erstaunlich was sich da so aus den warmen Ritzen rausquetscht.

Hat sehr viel Ähnlichkeit mit Vergissmeinnicht, es ist aber blühender Wilder Feldsalat.


Noch ein wenig Landschaft vomWinklerberg, auf dem oberen Foto sieht man die Flächen vom Fairbwaid. Auf dem unteren Foto gefaällt mir der Himmel so gut. Gearbeitet wurde dort auch. Als ich dann an der Winklerbergquelle vorbei kam, fiel mir die Wasserspieleri ein, die ich immer bei meinen Führungen mit eingebaut habe. Ich habe ein sehr vertrocknetes Stück Moos mitgenommen:

Ich behauptete dann immer, dieses Stück Moos wird in spätestens 10 Minuten wieder grün sein, ungläubiges Staunen und Widerspruch natürlich.

Bereits nach 5 Minuten sah es dann schon so aus.

Weitere 5 Min. später dann so, man konnte es wieder als Moos erkennen, damit war der Beweis erbracht, Wasser schafft Leben. Ich dachte, vielleicht gefällt es euch ja auch, die kleine Wasserspielerei.


Zum Schluss noch eine Eidechse die ich in diesem Jahr auch noch unbedingt sehen möchte, ein Weibchen der Smaragdeidechse.







Mittwoch, 14. April 2021

Tapfer durchgehalten....

 .... haben meine Salatpflanzen, es hatte ein paar Frostnächte da haben wir sie ein wenig zugedeckt.



Er braucht allerdings noch ein wenig, aber ich freue mich schon auf den ersten eigenen Salat.


Bevor sie denn ganz dahin sind, zeige ich noch schnell meine Tulpen, sie haben uns über Wochen erfreut.


Es gibt auch ein paar gefüllte Tulpen, sie halten sich sehr lange in der Vase, habe ich festgestellt.


Es ist meine einzige gelbe Tulpe, eigenartig, dafür habe ich schöne gefüllte Narzissen.


Diese Sorte ist erst seit ein paar Tagen in Erscheinung getreten, sie wird uns nun noch eine Weile begleiten.


Die Bienen brummen eifrig in allem was blüht und tragen eifrig Pollen an den Beinen.





Montag, 12. April 2021

Trip zwischen zwei Regenschauern

Auch bei uns hat sich die Sonne zurückgezogen, es hat zum Glück nur geregnet, obwohl auch Schnee angekündigt worden war. Ein Blick Richtung Schwarzwald zeigt wieder weiße Kappen auf den Bergen, dort hatte es geschneit.


In der Ebene warten die Spargelbeete auf mehr Sonnenschein, nur wenige Spargelbauer hier im Ort haben den ersten Spargel gestochen,wir können noch warten.


Dafür drängeln sich doch tatsächlich schon die Pfingstrosen ans Licht.


Innerhalb weniger Tage haben sich die Böschungen mit dem Färbwaid/Isatis tinctoria geschmückt. Die Winzer haben sie nicht so gerne in den Reben.


Ebenfalls leuchtend gelb, die Sonnwend-Wolfsmilch/Euphoria helioscopia, sie dreht die Blüte immer in Richtung Sonne.


" Wenn der weiße Flieder..." auch er drückt mit aller Macht ans Licht, nun hat er erst mal wieder einen Dämpfer bekommen, aber lang wird es nicht mehr gehen.


"Kaiserstuhl-Anemone", so sagen wir ganz kess zu ihr, eigentlich ist es das Große Windröschen/Anemone sylvestris, hier ist sie eingebettet im Erdrauch.


Neben der Königskerze fühlt sie sich auch wohl.



Immer wieder herrlich die Obstblüte im Moment, oben Birnen, unten Apfelblüte.


Ja und dann ganz neu, wir haben eine Pyramide, wir brauchen nicht nach Ägypten, fragt sich nur, wie lange sie stehen bleibt.
 

Sonntag, 11. April 2021

Im Nachbarort

 Gestern war es wieder sehr schön, also beschlossen wir nach Oberrotweil zu fahren und dort durch die Reben zu wandern.


Es ist mir in diesem Jahr besonders aufgefallen, die Löwenzahnblüten sind größer als sonst, habt ihr das auch schon bemerkt?


An den Böschungen blüht es wunderbar, hier der Erdrauch/Fumaria officinales.


Ein ganzer Berg davon.


 Unter den Reben sieht es schön grün aus, aber die Reben sind zum Glück noch kahl.


Ganz schwach wagt sich dann doch eine vor und zeigt das erste Grün, hier sagt man "Brumm" dazu.


Den Dolden- Milchstern/Ornithogallum umbellatum fanden wir hier in größerer Zahl als bei uns im Ihringer Gewann, hier sieht man ihn seltener. Er ist ein Zwiebelgewächs, die haben es nicht so einfach in den Reben, es wird zu viel gefräst, niemand hackt mehr. So werden die Zwiebeln zerstört, nur an den Böschungen oder an den Rebstückrändern findet man sie noch. 


Ein Blick hinüber ins Elsass, ganz schwach kann man die Vogesen erkennen.


Ein Feldwespennest entdeckte ich zwischen Vogelmiere und Gräsern.


Teilweise waren die Böschungen auch von den hübschen zarten Ackerstiefmütterchen/Viola tricolor übersät.


Eine Hohlgasse, im Sommer sehr angenehm zum Wandern, des Schattens wegen.


Am Ende des Weges sieht man dann den Kirchturm des Ortes.


Ein Blick ins Tal, dann kann man erkennen, wie angeschmiegt die kleinen Kaiserstulhdörfer an den Rebbergen  liegen ,sie wachsen auch stetig.


Wir haben dann mal nach den Kirschblüten geschaut was der Frost angerichtet hat. Die Frühblüher sehen nicht gut aus, ihr Inneres ist braun bis schwarz, also erfroren. Es gibt allerdings auch Spätblüher, deren Chancen stehen gut.


Nicht selten hat man hier vor Ort die Häuser und Mauern aus den Steinen gebaut, die es vor Ort gab, Lavagestein, manchmal sieht man noch Mauerreste.


Das ist kein Schnee, es sind Gänseblümchen, Tankstelle für Insekten.


Im letzten Post zeigte ich den köstlichen Speisemorchel, so sieht es von unten aus, er hat einen hohlen Stiel. Ich fand noch ein zweites Exemplar, aber beide waren schon zu weit fortgeschritten, fühlten sich so holzig an, da wollte ich dann doch nicht ran, er soll ein ausgezeichneter Speisepilz sein, vielleicht im nächsten Jahr, dann komme ich früher.


Freitag, 9. April 2021

Was machen die Blüten?

 Diese Frage beschäftigte mich, denn wir hatten Nachtfrost und es standen schon viele Bäume in Blüte. Also ging es mit dem Fahrrad durch die Obstanlagen, ganz gezielt zu unseren ehemaligen Obstbäumen, die nun  ein Nachbar sein Eigen nennt. Die Kirschen haben teilweise Schaden genommen, man sieht es ihnen schon vom Weiten an, sie sind braun.


Die Apfelbäume sind wohl glimpflich davon gekommen, das erkennt man daran, dass ihr Inneres  noch gelb ist.


Wären sie erfroren, dann wäre alles braun, so ist nur der Rand ein wenig braun, das ist aber normal.


Apfelblüte ist einfach schön, so umgeben von den pinkfarbenen Knospen.


Ich glaube, auch den Pfirsichen konnte der Frost nichts anhaben, dann gibt es wieder Pfirsiche, hmm lecker...

 

Aber was ich dann noch gefunden habe, konnte ich nicht glauben, diese Morchel, ich denke ich liege richtig. Es ist eine Speisemorchel, habe gerade die Antwort aus dem Forum bekommen. Vor einem Jahr stand da noch ein alter Apfelbaum, nun liegen dort Holzreste und verrottetes Gras und neues Gras. Er fühlte sich so hölzern an, für mein Gefühl nicht frisch, so habe ich ihn stehen gelassen, vielleicht hole ich ihn doch noch.
 

In unserem Garten ist z.Zt, allerhand los, die Mauereidechsen sausen durch die Gegend, sonnen sich in Rudeln, kämpfen hart um die Reviere. Sie stellen sich  dabei auf die Hinterbeine und kämpfen mit den Vorderbeinen, sowas habe ich noch nie gesehen. Komme ich aber zu nah, dann huschen sie schnell weg, ich zähle über 20 Tiere, kleine, dünne, dicke lange. Hauptsächlich in der Mittagszeit sind sie aktiv, dann nehme ich meinen Beobachtungsposten ein und studiere ihr Verhalten zueinander. Allen Lesern ein schönes Wochenende, bleibt gesund.