Montag, 19. November 2018

Ach wie ist es .....

..... kalt geworden und die Sonen scheint nicht mehr....... dieses Lied haben wir in der Schule oft gesungen, gerade um diese Jahreszeit.
Unglaublich wie schnell es Winter geworden ist, als ich am Sonntag aus dem Fenster schaute, war unser Garten vom Raureif überzogen, sah zwar schön aus, war aber bitter kalt.
Am Samstag hatten wir noch einen Spaziergang gemacht, den allerdings schon abgekürzt weil der Nordwind ins Gesicht pfiff und es sehr unangenehm war.
Ich konnte dennoch schöne rote Blätter fotografieren, ich stelle fest, in den Blogs erscheinen überwiegend gelbe Blätter, hier nun einmal der Kontrast:


Herrlich anzuschauen, noch einmal alles mit allen Sinnen geniessen, bevor der Wind alles verändert.


Auch die letzten Früchte sind nicht mehr lange so hübsch leuchtend, die Vögel werden ihnen bald den Garaus machen.


In den Reben zeigen sich auch rote Blätter, oder zumindest den Ansatz von Rot, wie im unteren Blatt. Die oberen Blätter sind wilde Reben, sie überziehen oft ganze Böschungen, das gefällt den Winzern nicht so gut.

Ebenfalls im Erdreich verfärbt sich die Zypressen-Wolfsmilch ganz langsam vom Grün ins Rot.

Rote Kirschblätter mit Blick auf den Kaiserstuhl gibt es nicht alle Tage zu sehen.

Dies sind jetzt keine Blätter, aber sie fielen direkt ins Blickfeld, die kleinen roten Zieräpfelchen, deshalb musste ein Foto her.

Verabschieden möchte ich mich heute musikalisch, unser Nachbar wurde 80 Jahre und die "Kaiserstühler Herolde" brachten ihm ein Ständchen, auch in ihrer Uniform, viel Rot zu sehen.
Zieht euch warm an und trinkt eifrig heißen Tee.








Donnerstag, 15. November 2018

Ich nehme euch ......

..... einfach mal mit auf eine Kräuterwanderung, habt ihr Lust??? Draussen ist im Moment nichts los, immer noch hängt Nebel in der Luft, da habe ich ein wenig in alten Fotos gestöbert und fand Fotos von einer Kräuterwanderung aus dem Jahre 2007. Mein Sohn begleitete mich damals und machte die Fotos, ich konnte ja keine machen, denn wenn ich die Leitung habe, muß ich liefern und kann mich nicht mit Fotos machen aufhalten. Also los gehts:

Zuerst müssen wir ein Stückchen durch den Ort, bevor wir die " Schlichtengasse" hinauf gehen.
Wieviel Leute damals mit dabei waren, weiß ich nicht mehr, es waren aber immer im Schnitt so ca.
25 - 30 Personen.

Immer wieder bleiben wir stehen und schauen uns die Flora an den Böschungen an, ich wartete dann immer bis alle da waren, es gibt immer ein paar Nachzügler, erst dann beginne ich mit der Vorstellung der Pflanzen.

Meistens verteilte ich für jeden Teilnehmer die vorgestellte Pflanze, forderte sie dann auf, daran zu riechen und zu schmecken, was die meisten Teilnehmer auch taten. Denn mein Ziel war es stets: Mit allen Sinnen die Pflanzen ertasten.

Die Teilnehmer wurden auch von mir immer aufgefordert, selber Pflanzen zu sammeln, um dann Fragen dazu zu stellen, die ich dann meistens beantworten konnte, ich bin ja keine ausgebildete Biologin, es ist mein Hobby. Das haben auch alle immer gut angenommen, teilweise waren auch unter den Teilnehmern Biologen dabei, ein Glück wußte ich das nie vorher, sonst wäre sicher eine gewisse Befangenheit da gewesen.

Hier lausche ich den Fragen der Teilnehmer, wir stehen gerade bei einem Schild, dort wird die Entstehung des Lösses geschildert, dazu gab es einige Fragen. Löss ist weder Sand noch Ton, sondern vermahlenes Gestein aus Urzeiten, hergeweht aus dem Rheinbett und bis zu 60 m an den Rändern des Kaiserstuhls aufgetürmt, Grundlage der guten Kaiserstühler Weine.




Zwischendurch machte ich immer wieder Stichproben, um festzustellen, haben es alle verstanden und auch behalten? Ich hebe die Pflanzen hoch und frage: "Wer weiß nochmal wie diese Pflanze heißt?" Meine Teilnehmer haben gerne mitgemacht, so hatte ich mein Feedback, ich wurde verstanden.





Es war mir immer sehr wichtig, dass wir den "Kaiserstühler Wetterfrosch " fanden, denn den kannten sie ja nicht und waren ganz neugierig darauf. " Was, ihr habt nen eigenen Wetterfrosch ? War die Frage," na da sind wir aber gespannt." So sieht der aus, eine Schnecke, die  "Zebrina detita", sie liebt die Wärme sehr, deshalb gibt es sie bisher auch nur am Kaiserstuhl, normalerweise lebt sie im Mittelmeerraum. Früh schon spürt sie,
wenn der Tag ungewöhnlich heiss wird, dann erklimmt sie hohe Grashalme oder Ähnliches, um sich dort dem leichten Wehen des Sommerwindes hinzugeben, denn, der Boden heizt an solchen Tagen bis zu 60° auf, dann wirds ganz schön ungemütlich im Schneckenhaus.

Höhepunkte waren auch immer die Begegnung mit einer Smaragdeidechse, man weiß ja nie, ob sie uns über den Weg laufen würden, weil sie das in der Regel nicht tut, muß man die Augen offen halten. Bis alle Fotografen ein Foto gemacht hatten, das konnte dauern, aber die Gelegenheit wollte sich natürlich niemand entgehen lassen.

Hin und wieder begegneten wir auch solchen Augen, davon waren nicht immer alle begeistert, ein scheuer Blick und weiter ging es.

Irgendwann war dann der Kopf voll von all dem Neuen, langsam wurde es dann Zeit, den Rückweg anzutreten. In der Regel waren wir 1 1/2 - 2 Stunden unterwegs.

Dann ging es wieder ins Naturzentrum, aber an dieser hohen Lösswand mußte noch kurz darauf hingewiesen werden, dies ist die Brutstätte des Bienenfressers unser ganz spezieller Exote aus dem Kaiserstuhl. Hier baut er seine Bruthöhle bis zu 1 1/2 m in den Löss, darüber war das Staunen jedesmal groß.

Die letzten Fragen wurden noch vor Ort beantwortet, dann lud ich alle zu einem kleinen Imbiss ins Naturzentrum ein. Dort gab es Quark mit Wildkräutern, gemischter Wildsalat und Kräutertee, samt selbstgebackenem Brot, hier wurden dann nochmals Fragen beantwortet und gestellt.
Leider kann ich solche Führungen in diesem Stil nicht mehr machen, meine Gesundheit lässt es nicht zu, nach meinem Empfinden ist die Nachfrage danach auch seltener geworden, damals war es der große Renner "Kräuterführungen", so geht alles einmal vorbei.





















Montag, 12. November 2018

Besuch bei Freunden.....

...... diesmal ins Tierreich, wir machten bei dem super Herbstwetter einen Ausflug zum Mundenhof.

Wir waren nicht die einzigsten mit dieser Idee, der Parkplatz war fast ausgebucht, kein Wunder bei dem Sonnenschein mit den unglaublichen Farben

Der Spielplatz war sehr gut besucht, da können die Stadtkinder endlich mal so richtig Tempo machen auf ihren Laufrädern, richtigen Rädern ohne Stütze, das ist doch herrlich und die Eltern können sich entspannt unterhalten.

Auch den Tieren gefiel dieses Wetter, die Kamele wähnten sich irgendwo im Süden, das waren sie ja auch, im Süden Deutschlands.

Dösend, fressend konnte man ihnen zusehen. Ich glaube, die Gruppe ist größer geworden, ich zählte 8 Kamele, vielleicht ist eigener Nachwuchs dazu gekommen?


Das weitläufige Gelände bietet den Tieren einen großen Auslauf, wir hörten, dass das Gelände wieder erweitert worden ist. Hier zu sehen die Lamas, sie sind eifrige Grasfresser und lassen sich nicht aus der Ruhe bringen. Diese Weitläufigkeit gefällt den Menschen und den Tieren, es vermittelt so eine gewisse Freiheit, die in den Zoos oft nicht möglich ist. Noch kostet es keinen Eintritt, nur Parkgebühr, 5.00 € für den ganzen Tag, sehr großzügig.


Die Bisons hielten Mittagsschlaf, kauten vor sich hin und beachteten den Rummel um sie herum überhaupt nicht, das ist Entspannung pur.


Nur der Boss der Gruppe ging gemächlich Richtung Stall, mein lieber Mann , das ist ein Koloss, wenn der im Zorn gegen seinen Gegner rennt, wer möchte dem im Wege stehen?? Hier wirkt er sehr gelassen.



Im Erdmännchengehege war Sonnenbaden angesagt, den Ratschlag der Putendame, nicht zu lange in der Sonne zu verweilen, überhörten die Kleinen dezent, sie schauten lieber Richtung Gäste, ob jemand da was übern Zaun wirft?

Plötzlich sahen sie eine Wärterin, flugs rannten sie Richtung Stall, aber es war Fehlalarm, die ging ins Nachbargehege zu den Meerschweinchen, so ein Pech aber auch.


Bei den Affen war auch Fütterungszeit, der Wärter warf den Affen allerlei Leckeres auf Steine und Boden. Gelangweilt hoben sie einige Bissen auf, bissen hinein und warfen es wieder auf den Boden, die hoben dann die kleineren Affen auf und frassen es schnell auf, bevor die Größeren es sich anders überlegten.


Zum Schluss besuchten wir noch "unseren Ihringer Esel", gerne lies er sich von uns streicheln und mit aufmunternden Worten einen guten Tag und eine gute Woche wünschen. So ein Rundgang, dauert im Schnelldurchgang mindestens eine Stunde, aber meistens verweilt man viel länger.


Als wir wieder den Heimweg antraten, lag der Kaiserstuhl schon im Abendschein, endgültig angekommen, war die Sonne fast verschwunden.


Wieder ging ein schöner goldener Herbsttag zu Ende. Allen Lesern eine gute Woche.












Sonntag, 11. November 2018

Oben weniger ......

...... unten umso mehr, worum geht es???  Je mehr Herbst desto weniger Blätter oben und unten umso mehr, das ist damit gemeint.


Ich kann wieder vom PC aus das Nachbarhaus sehen, der Haselbaum lichtet sich immer mehr.

Dafür liegen nun die Blätter unten, auf dem Rasen und auf der Strasse, da könnte man fast jede Stunde fegen gehen, aber wer macht das schon??? Ich nicht, so bleiben die Blätetr vorerst mal liegen, schließlich ist es Herbst, wer sich im Sommer an den grünen Blättern erfreut, muss auch die gelben Blätter dulden, sieht ja auch schön aus und fühlt sich gut an wenn man so durch die raschelnden Blätter geht.



Nun kann man auch noch die allerletzten Trauben am Haus gut sehen, die Blätter haben sie verdeckt, sie sind immer noch geniessbar und sind unglaublich süss.



Es hatte die ganze Nacht sacht geregnet, das tut dem Garten gut, obwohl das meiste ja geerntet worden ist.



Ein paar Nachzügler gibt es immer noch, sie behaupten sich, jetzt endlich fallen auch sie ins Auge, vorher wurden sie immer übersehen.



In diesem Holunderbaum auf dem Nachbarsgrundstück, begrüßt mich jeden Tag ein Rotkehlchen, ich bleibe immer eine Weile stehn und rede mit ihm, versuche mich darin, seinen zarten Flöten eine Antwort zu geben, es kommt dann immer näher, aber es merkt schon, perfekt werde ich nie werden. Mir macht es aber Freude, die Vogelstimmen ein wenig zu immitieren.



Hier darf geraten werden, was mag das sein?? Ich habe es zweckentfremdet, es gehört niemals in den Feigenbaum, aber das hilft beim Rätseln auch nicht weiter, deshalb die Aufklärung: Es ist ein Fruchtzweig einer Palmdattel, Freunde von uns haben einen mächtigen Baum im Garten stehen, der trägt diese Früchte. Sie hatten beobachtet, dass die Früchte auch von Vögeln gerne genossen werden und schenkten mir einen Zweig. Noch habe ich keine Vögel daran entdeckt, es gibt auch noch genug andere Früchte bei uns im Garten, die letzten Feigen z.B.
Bedanken möchte ich mich bei Elke Schwarzer .
Sie hat meiner Schwebfliege im letzten Post den richtigen Namen gegeben, danke Elke.
Allen Lesen einen schönen Sonntag, bei uns ist es durchwachsen, die Sonne kämpft noch.




Freitag, 9. November 2018

Fast einen .....

...... Sommertag hatten wir heute.

Man kann es sehen 25°+, wenn man ganz genau schaut, sogar ein wenig drüber. Da bin dann in der Mittagszeit durch meinen Garten gegangen um noch Buntes einzufangen.

Am Bienenhäuschen noch diese Gottesanbeterin, ich habe festgestellt, ihre grüne Farbe ist ein wenig nachgedunkelt, sie leuchtet nicht mehr so arg. Für sie ist die Saison sowieso rum, für dieses Jahr hat sie ihre Schuldigkeit getan, irgendwo im Garten wird sie ihren hübschen Kokon gebaut haben:

Nur mal so ein Vergleich, hier ist das Grün auffallend, es ist ihr Sommerkleid.

So als Erinnerung, der Kokon.

 Den Ringelblumen haben die etwas kühleren Nächte noch nichts zugesetzt.



Wenn ich Moos in unserem Garten sehe, dass total vertrocknet ist, reizt es mich immer wieder ein "vor" und ein" nach" Foto zu machen. Oben vertrocknet, dann mit Wasser betröpflet und ein paar Minuten gewartet, dann wird das Moos wieder grün, so auch heute wieder.


Ich habe meine Geranien immer noch im Garten stehen und freue mich, dass es ihnen so gut geht, sie blühen noch.


 Einen einzigen Kohlweisling habe ich noch im Garten, er schnabulierte am Rosmarin.


Die Storchenblume ist eine robuste Pflanze, wenn man regelmäßig das Abgeblühte auspflückt, dann blüht sie sehr lange.


Ein herrliches Rot und es ist "nur" ein Blatt aber was für eins. In diesem Jahr habe ich nur roten Mangold gesät, Mangold mögen wir lieber wegen seinem herben Geschmack.



 Wieder neu aufgeblüht, der Irische  Schlafmohn.




Für diese zwei Rosenfotos bin ich mal kurz über die Strasse, unsere Nachbarn haben in ihrem Vorgarten immer noch so schöne Rosenblüten, das ist doch eine Pracht die gezeigt werden muss.


Zurückgekehrt in meinem Garten fand ich dann noch diese Schwebfliege auf einem Himbeerblatt sitzen, auch ihr gefielen die warmen Sonnenstrahlen.
Nun wünsche ich allen Lesern ein schönes Wochenende, am Montag werden wir es lesen können, ob es für alle schön war, machts gut. Ich geniesse nochmal die Sonne.