Sonntag, 23. September 2018

Stürmisch

Heute ist ein stürmischer Tag, schon den ganzen Sonntag. Dunkle schwere Wolken vertreiben die Sonne für Momente und man könnte denken die Nacht beginnt.

Da kommt so eine Wolke angerauscht, sieht schon toll aus, finde ich.

Wenn ich aus dem Wohnzimmerfenster schaue und den Baukran beobachte, dann fährt er richtig Karusell, sieht schon beängstigend aus.

Eine Wespe wurde richtig abgetrieben, sie flüchtete ins Steinloch, wollte aber wohl zu ihrem Feldwespennest, interessant.
Es gab aber auch Insekten die sich vom Sturm nicht so sehr einschüchtern haben lassen, hier ein paar Besucher auf meinen schönen Herstastern:




Wenn man die Astern ein wenig festgehalten hat, konnte man sogar einige Fotos machen.

Dann habe ich im eigenen Garten sogar noch etwas seltsames gefunden, dies hier:


Ist doch rätselhaft, oder??? Aber ich habe eine Lösung gefunden, vor Jahren hatte mir ein ehemaliger Gymnasiallehrer ein Stück Schiefer von der Schwäbischen Alb geschenkt, er war dort mit seiner Klasse "Steine klopfen". Verlassen lag das Stück Schiefer im Garten und bröselte ganz langsam vor sich hin und so zeigte sich dann dieses Gebilde, wer hat da seine Spuren hinterlassen? Das Stück Schiefer ist praktisch auseinander gebrochen und zwischen den Schichten kam plötzlich dieses tolle Muster ans Tageslicht.






Donnerstag, 20. September 2018

Attraktiv .....

..... findet das Nachbarstaubenpäärchen unser Futterangebot. Als wir neulich mit dem Rad unterwegs waren, haben wir Hirse mitgebracht, Kolben, die die Erntemaschine übriggelassen hatte. Die hatte ich auf abgeschnittene Sonnenblumen gebunden, um den Vögeln ein Angebot zu machen.
Die Tauben hatten es sofort gesehen und waren auch die ersten Gäste.

Immer hübsch zusammen kommen sie, obwohl ja so ein Kolben sehr klein ist, je enger je besser, denken sie wohl.


Der Dame wurde es dann doch wohl zu eng, sie flog davon, liess den Gatten alleine und setzte sich auf den Dachfirst des Nachbarhauses und wartete, ob er mir wohl folgt??

Er kam tatsächlich, gemeinsam schauten sie auf mich und unseren Max hernieder.

Der hatte sie auch bemerkt, dort oben auf dem Dach, für ihn sind sie soweiso vieeel zu groß und unerreichbar.

Der Herbstanfang ist ja schon am Sonntag, aber die Felder sind z.T. schon abgeerntet, das Wetter ist ja ideal dafür. Wenn es geht, drehe ich immer noch eine Runde mit dem Rad, gegen Abend wenn es angenehmer ist. Wir haben nämlich immer noch täglich über 30° und schwül drückend, da kann man erst später etwas unternehmen. Ich mag diesen Weitblick über die abgeernteten Felder bis hin zum Schwarzwald, um dort den "Blauen" zu sehen.


Auf den abgeernteten Feldern lagern die Winzer und die Winzergenossenschaft den Trester ab, ganze Berge liegen dann dort und werden untergeflügt. Je nachdem wie lange sie dort liegen, verströmen sie
Alkoholdüfte, oftmals so stark, dass man fast einen Rausch kriegen könnte. Dennoch, Scharen von Vögel scharrten in dem Trester herum und finden wahrscheinlich Würmer und Maden usw., ob denen der Restalkohol nichts ausmacht?? Schwankende Vögel habe ich noch nicht bemerkt, es waren in der Hauptsache Bachstelzen, na die hätte ich nun dort am allerwenigsten vermutet.


Die Wolkenbildungen im Herbst sind ein Gedicht, man könnte stundenlang die Kamera in den Himmel halten und einfach abdrücken.


Manchmal sogar mit Regenbogen, wenn man sehr schnell ist.

                                            Einem Gemälde ähnlich diese Formationen.

Natürlich sind die Farben im Weinberg auch immer anziehend, wenn sich die Blätter so langsam verfärben, immer weniger werden, bis nur noch einzelne Blätter hängen, wenn man noch vergessene Trauben finden kann, die vorüberziehenden Wolken dem Ganzen einen besonderen Flair vermitteln, das sollte man auf alle Fälle ausgiebig geniessen.






Dienstag, 18. September 2018

Nachbarschafts-Flohmarkt

Am Samstag und Sonntag hatte unsere Nachbarin, d.h. die Tochter, einen "Schopf und Werkstatt- Flohmarkt "  ins Leben gerufen. Sowas ist ja immer spannend, kommt überhaupt jemand?? Im Herbst ist an jedem Wochenende mächtig was los, Weinfeste, Zwiebelkuchenfeste, Angelfeste, Künstlermärkte usw. man könnte den ganzen Tag auf Achse sein. Wir hatten unserer Nachbarin auch ein paar Dinge zur Verfügung gestellt, waren dementsprechend gespannt, finden sie Beachtung?

Es kamen Leute, da bei uns die Weinlese im Gange ist, kamen auch sehr viele Erntehelfer, um ein Schnäppchen zu machen. Sie gehen ganz raffiniert vor, sie telefonieren per Smartphone mit der Heimat, beschreiben die Teile und Maschinen, machen ein Foto, so sichern sie sich ab, dass das Teil im Heimatland gebraucht wird, in diesem Fall waren es Leute aus Bulgarien, Ahnung hatten sie schon und schauten gezielte Werkzeuge an.


Wie überall auch, bunter Krimskram, einige Teile fanden Liebhaber.

In diesen Behältnissen waren Werkzeugteile, der Vater der Tochter war Installateur und hatte entsprechendes Werkzeug, das auch großes Interesse weckte, aber, einige Leute dachten, sie bekommen alles umsonst, das war nicht der Fall, die Dinge haben ihren Preis, es waren wertvolle Stücke.

Pino, der Hofhund lag im Halbschatten und sah dem ganzen Treiben gelassen zu, selbst zum Bellen war er zu faul.
Nachdem wir eine ganze Weile zusammengesessen hatten, Pflaumenkuchen und Kaffee genossen, sind wir dann noch mit dem Rad an den Achkarrener Baggersee gefahren.

Einer meiner Lieblingsbaggerseen, dort ist es sehr ruhig, es sind eigentlich inzwischen schon drei kleine Anglerseen entstanden. Angler haben wir auch schon oft dort angetroffen, alle Altersklassen. Besonders in Erinenrung ist mir eine Begegnung mit zwei Jungen so um die 12-13 Jahre, sie hatten einen sehr großen Karpfen gefangen, ich durfte ihn fotografieren. Begeistert erzählten sie über Fische, übers Angeln überhaupt, es hat mir richtig Freude bereitet ihnen zuzuhören.


Immer wieder interessante Einblicke bietet der Baggersee, wenn man ihn umrundet.


Eine einsame Becherjungfer/Enallagma cyathigerum machte auch noch ein paar Runden um den See.


Trotz Dürre in diesem Sommer, gibt es Pilze, nun kenne ich mich mit Pilzen nicht aus, schön sieht er aus, aber ob er geniessbar ist??


Von ihm, dem Schwefelporling/Laetiporling sulphureus sagt man, im jungen Stadiun könnte man ihn essen. Riechen tut er wirklich gut, man könnte roh schon fast reinbeissen, an Bäumen findet man ihn.

Dies ist ein Exote, er hat eine sonderbare Rinde, sie schuppt sich einfach ab, Früchte trägt der Baum auch, ich würde sie aber nie probieren, er geht so in Richtung Scheinzypresse oder so, keine Ahnung.

Auf diesem Weg gings wieder Richtung Ihringen, mit einem schönen Blick auf einen Teil des Kaiserstuhls.





Sonntag, 16. September 2018

Sonntagsbesuch ........

..... in unserem Garten auf Herbstastern und anderem Blühendem.

Zuerst möchte ich die Besucher auf den Herbstastern vorstellen, die Goldene Acht/Colias hyale.

Die Erdhummel/Bombus terestis mag auch gerne den Duft und die Pollen der Herbstastern.

Noch sieht die Holzbiene/Xylocopa violacea so aus, ganz ohne Pollen.

Hier darf man genau schauen, na wo ist sie denn??? Nach weiteren Sekunden war sie so schwer beladen, dass ich schon fast glaubte, sie schafft den Abflug nicht mehr.

Admirale/Vanessa atalanta schwirren auch gerne in unserem Garten herum, einmal wegen der angefressenen Feigen und dann der Astern wegen.

Grashüpfer machen sich besonders gut auf den zarten rosa Astern.

Den Namen dieser Wildbiene habe ich noch nicht ermitteln können, auf alle Fälle, sie sieht interessant aus.

Wer liegt denn da bäuchlings in der Fetthenne?? Die Kletterkünstlerin, die Gottesanbeterin/ Mantis religiosa.

Ei, was sieht sie denn da? "Komm zu mir, ich möchte nur mit dir spielen", scheint sie zu denken, ob die Wanze ihr das glaubt?

"Nee, nee meine Liebe, ich spiele nicht mit dir,"  und huscht davon. Tja, so ist es manchmal im Leben, da meint man so nah dran zu sein und dann war es nur eine Illusion.
So sah es an einem Sonntag bei Sonnenschein in unserem Garten aus.
Allen Lesern eine gute Woche.












Mittwoch, 12. September 2018

Abends .......

..... .. durch den Wald zu radeln ist recht angenehm, wir machten das am Samstag. Meistens hat sich dann die Hektik des Tages gelegt, es ist ruhiger auf den Strassen, auch auf den Radwegen ist nicht mehr soviel los.
Im Wald gibt es die unterschiedlichsten Lichtverhältnisse, ein paar habe ich eingefangen:

Leise murmelte ein Bächlein durch den Merdinger Wald, der hatte tatsächlich noch von irgendwo her Wasser.

Der Bach strahlte Ruhe aus, das Licht, die Stille mit dem leisen Gemurmel war richtig stimmungsvoll.

Blühendes gab es auch noch, diese Nesselblättrige Glockenblume/Campanula trachelium.

Vergängliches ebenso, diese Distel bestand hauptsächlich aus dem fusseligen Samen, ein Windhauch genügt und die ganze Pracht schwebt durch die Luft irgendwo hin.

Oweija, wenn diese Kletten sich an die Kleidung, oder womöglich noch in Haare oder in Tierfellen festkrallen, dann hat man ein Problem.

Auf saftiges frisches Grün trafen wir natürlich auch noch.

Sicher sind diese Pilzchen ungeniessbar, aber so in kleinen Grüppchen nicht zu übersehen.

Die Abendwolken zogen so langsam auf das Dorf zu und verdeckten allmählich den ganzen Himmel.