Sonntag, 26. Februar 2017

Freundlich aber kalt

Gestern fühlte es sich sooo warm hinter der Scheibe an, dass ich dachte, jetzt machen wir eine etwas größere Radtour, schauen, ob eventuell schon das zarte Grün des Bärlauchs zu sehen ist. Aber, aber draussen fühlte es sich viel kälter an, so verzichtete ich auf eine größere Tour und war froh, nach einer guten halben Stunde wieder hinter der Scheibe die Sonne zu geniessen zu dürfen. Vorher allerdings ging ich noch durch unseren Garten, denn dort summte es in den Winterlingen:


Am oberen Foto kann man es gut sehen, die Biene trägt richtige dicke Pollen am Bein.
Die untere Biene meint wohl, je tiefer sie in die Blüte herreinschlüpft, um so süsser wird es. Vielleicht ist es ein besonderes Angebot der Natur, die ersten Blüten in "Gelb" zu senden. Es signalisiert den Besuchern: Kommt, schaut, hier ist Wärme, hier gibt es Nahrung, hier geht es euch gut.

Mein erstes zartes" Kroküssle" schaut aus dem Boden.

Sie sind auch schon da, dies ist kein aktuelles Foto, aber sie sind tatsächlich wieder im Lande und haben ihr Nest auf dem Ihringer Kirchturm bezogen.

Vereinzelnt ebenfalls anzutreffen, die erste Forsythienblüte, in der Vase gibt es sie schon länger.

Einen Nachtrag habe ich noch zu den Schnecken zu machen. Vor vielen Jahren gelang es mir, eine Schnecke beim Eierlegen zu beobachten. Zunächst machte sie mit ihrem Körper eine kleine Erdkuhle, dann legte sie die Eier herein:

Ich schob sie ganz sanft zur Seite, um ein Foto zu machen, so hübsch sehen Schneckeneier aus, kugelrund. Leider bin ich nicht dahinter gekommen, aus welcher Körperöffnung die Weinbergsschnecke ihre runden Eier ablegt. Ein Freund, der Biologe ist und zufällig uns gestern besuchte, konnte es auch nicht genau festmachen, so ist es für mich bislang noch ein Rätsel geblieben, aber hübsch sehen sie aus. Als das Foto fertig war, deckte ich die Schnecke wieder sanft zu.







Freitag, 24. Februar 2017

Erste Gartenarbeit

Gestern war es bei uns ganz tolles Wetter, trotz Sturmwarnung, wir hatten 17° und föhnigen Wind. Ich bin schon am Morgen in den Garten, um den restlichen Winterschnitt zu beseitigen, im Herbst hatte ich alle Stauden so belassen, weil ich die Samen für die Stieglitze vorgesehen hatte, aber sie kamen in diesem Winter nicht.
Dabei fand ich eine Menge Weinbergsschnecken:

Alle waren noch " bedeckelt", d.h. sie hatten ihre Hausöffnung noch mit einem selbstproduzierten Kalkdeckel von innen geschlossen. Wenn die Temperaturen steigen, wie gestern der Fall, dann stossen sie von innen ihre Deckel ab, rechts unten hat es eine Schnecke bereits getan.

So sieht der Kalkdeckel aus, passgenau für jede Öffnung und wirklich hart, beim Zerbrechen muss man richtig Kraft anwenden.

Vor Jahren ist mir mal dieses Foto von einer Schnecke gelungen, es war im Herbst und sie wollte sich vermutlich "zudeckeln", für mich ist es ein Wunder, über die wir nur staunen können, jedes Jahr aufs Neue. Da gilt der Gedanke eines Schöpfers für mich als logisch.

Die Holzbiene war auch unterwegs, da der Wind an Stärke zunahm, hatte sie manchmal Anflugsschwierigkeiten, die Blüte war pöltzlich nicht mehr so leicht zu treffen für sie.

Eine Mistbiene, ihr Name ist ja nicht so hübsch, aber sie selber ist hübsch, sie sonnte sich auf einem Efeublatt.

Nein, noch blühen sie nicht, die Taglilien, aber iher Spitzen drängen schon mächtig aus dem Boden.
Das alles macht Hoffnung, das Frühjahr kommt. Euch allen ein schönes sonniges Wochenende.






Mittwoch, 22. Februar 2017

Vorbei mit der Sonne

Wir waren schon richtig verwöhnt und glaubten, es ginge so weiter mit der Frühlingssonne. Den Winzern ist es allerdings so ganz recht, wenn die Natur zu schnell raus kommt, dann kann es böse enden wenn nochmals Frost kommen sollte, was sich ja niemand mehr wünscht.
Die Sonne ist zwar nicht immer da, aber kalt ist es dennoch nicht, so dass die Natur auch in meinem Garten einige Frühblüher rausgetrieben hat.

Meine Winterlinge stehen in voller Blüte. Zu ihrer Verbreitung braucht man so gut wie nichts tun, sie schaffen das selber.

Ebenfalls um viele, viele Blüten reicher, unser Winterjasmin. Wenn allerdings die Sonne nicht scheint, dann bleiben auch die Holzbienen weg, zwei gibt es bisher in unserem Garten.

So sehen z.Zt. unsere Schneerosen aus, voller Blüten die demnächst Farbe in den Garten bringen werden.

Auch sie " klingeln" in Moos und Laub, sieht wunderschön aus.

Den Ehrenpreis fand ich in den Reben, da beginnt auch schon der Frühling.

Die Reben sind gerichtet, die Saison kann beginnen, die Winzer waren fleißig.

So üppig blühte in einem Vorgarten das Heidekraut, auch die Bienen hatten das bemerkt, es summte schon recht lebhaft.

Wir selber haben keine Zaubernuss, den habe ich ebenfalls in einem fremden Garten geschossen.
Unsere Haselnussbäume haben ihre langen "Würste" geöffnet, die Pollenzeit beginnt.
Euch viel Freude beim Entdecken des Frühlings in euren Gärten.








Freitag, 17. Februar 2017

Manchmal kann man es nicht glauben

Vor ein paar Tagen erzählte ich davon, dass die Holzbiene demnächst unseren Winterjasmin annagen kommen wird, was soll ich sagen, einen Tag später war sie da.

                                                                 
                                                                          Anflug.

                                                                             Suche.


                                                                            Anbeissen.

                                                                             Abflug.

Dazu muss man wissen, die Holzbienen beissen den hinteren Teil der Blüte an, weil sie keinen Saugrüssel besitzen, saugen ihn leer und machen den Abflug zur nächsten Blüte mit einem tiefen, lauten Summton. An obigem Foto kann man gut den Blütenkelch sehen, den sie anbeissen.
Es war ein sonniger Tag, unser Max genoss die Sonne in vollen Zügen, während wir uns im Garten zu schaffen machten.


                  Das es so ist, kann man deutlich spüren, sein Gesichtsausdruck sagt alles.


Sieht fast so aus als seien es Beeren, ist aber nicht so, das ist blühendes Moos, ich finde es immer so interessant. Dies wächst auf unserer Trockenmauer, da ich im Garten immer mit der Kamera unterwegs bin, auch beim "Schaffen", ist schnell ein Foto gemacht.
Heute regnet es, der Regen tut natürlich gut, obwohl es mit der Sonne, gestern 17° in Ihringen, recht angenehm war, euch ein schönes Wochenende.



Dienstag, 14. Februar 2017

Das Bunte kommt stümpferhaft ......

...... ja, das muss ich schon sagen, bei uns siehts noch nicht so bunt aus wie in anderen Regionen.
Aber heute, da schien die Sonne und ich ging mal schnell mit der Kamera in den Garten.

Die ersten Haselnussblüten fand ich schon, aber unser Baum wird wohl nicht mehr richtig ausschlagen, er geht kaputt,schade.


Der Winterjasmin hat hat ein paar Blüten mehr, bis die Holzbienen wieder an den Blüten rumfressen, muss es noch ein paar Grade wärmer werden.

So sehen die Prachtbienen aus, und wie man sieht, gehts es noch eine Weile, hier sitzt die Biene auf einer Akeleiblüte.

Die ersten Winterlinge traf ich unter einer Laubschicht, ich dachte schon, sie sind erfroren.

Der Magnolienbaum ist kurz vor dem Platzen , man beachte den ungewöhnlichen Himmel mit seinem fantastischen Blau.

Bis zu diesem Foto gehts noch zwei/drei Tage, dies stammt vom letzten Jahr.
Noch haben wir morgens Frostgrade, da bleibt die eine oder andere Blüte noch lieber in der wärmenden Winterhülle.












Montag, 6. Februar 2017

So langsam ....

...... kann man wieder raus in die Natur und mit wachsamen Augen gibt es schon was zum Anschauen. Als neulich die Sonne so schön schien und es nach Frühling roch, bin ich schnell mit der Kamera raus durchs Gelände, um nach Feldsalat Auschau zu halten.
Unsere Reblagen haben wunderbare Namen, solche z.B.


Da macht das Wandern doch doppelt Spass.
Feldsalat habe ich nicht sehr viel gefunden, der Herbst war zu trocken, der Same konnte nicht
 keimen.


 Die Winzer haben jetzt im Frühjahr den Boden unter den Reben aufgebrochen und damit den Feldsalat zugedeckt. Eine knappe Portion habe ich aber doch noch gefunden, sie reichte für zwei Personen.





So steht er unter den Reben, man hat normalerweise schnell eine Tragetasche voll gefunden, nur neulich musste ich schon viel Geduld aufbringen, aber wenns dann so aussieht:

Dann greift man doch gerne zu. Ich werde es wieder einmal versuchen und auf bessere Ernte hoffen.
Nun zu einem kleinen Rätsel, was mag das sein??

Wer sieht es auf den ersten Blick?? Es sind Haselnüsse, haben die nicht eine wunderbare Maserung?
Das ist mir nie so aufgefallen, aber heute hatten ich den Blick dafür.

                            Wie lange müssen wir auf solche Schönheiten noch warten???











Mittwoch, 1. Februar 2017

Ich hatte ....





.... Bloggergeburtstag und zwar am 28.01.2007, damals lief mein Blog noch unter "Wanderungen durch die Natur" naturwanderer.blogspot.de  Weil ich aber, aus welchen Gründen auch immer, plötzlich Schwierigkeiten mit der Technik bekam, habe ich einen neuen Blog eröffnet, der sich fortan "Naturwanderin" nennt.
Damals, vor zehn Jahren, punktgenau am 28.01.2007, sah es am Kaiserstuhl so aus:


Wir hatten damals Schnee, zum Skilaufen nicht geeignet, aber einen Hauch von Winter gab es schon.


Da gab es doch tatsächlich noch Vögel, die gerne an meine Futterstellen kamen, wie dies Rotkehlchen, in diesem Jahr war es sehr mickrik mit Wintervögel am Futterplatz. Nun kommen sie vermehrt wieder in die Wohngegenden zurück. Ich sehe wieder häufiger Spatzen, Meisen, Buchfinken, auch schon mal ein Rotkehlchen und, was mich besonders freut, einen Zaunkönig.


In dem Jahr machte ich auch meine ersten Wildkräuterführungen, die sehr gut besucht waren. da gab es Gruppen mit bis zu 50 Personen. Nun ist diese "Wildkräuterwelle" nicht mehr so aktuell, es gab zu viele Angebote, ich hatte mich rechtzeitig rar gemacht.


Wenn ich den Interessierten Besonderheiten zeigen konnte, meistens aus der Tierwelt, dann hat es mich natürlich gefreut. Oben, den Europäischen Laternenträger/Dictyophara europaea, den sieht man wirklich nicht so oft. Oder die tolle Veränderliche Krabbenspinne/Misumena vatia, das waren immer erstaunte Momente.



 Weil die Schmetterlinge immer so schnell vorbei fliegen, mußten die Besucher recht schnell schauen.
Bei diesem Exemplar bin ich mir nicht so ganz sicher, ob er in die Familie der Feuerfalter gehört, wird recherchiert und mitgeteilt.



Beim Windenschwärmer/Agrius convolvuli bin ich mir ganz sicher, er ist es. Da er nachtaktiv ist und am Tag ein ruhiges Plätzchen sucht, kann man ihn mit viel Glück auch am Tag sehen und bestaunen.
Die Wanderungen endeten immer mit einem kleinen Imbiss der gefundenen Wildkräuter, als Salat, als Tee oder als Brotaufstrich, im Frühling aus Bärlauch.


Wenn ich den sehe, dann freue ich mich schon wieder aufs Frühjahr und auf den Bärlauch.