Dienstag, 23. Mai 2017

Sommertemperaturen .....

.... sie machen mir heute zu schaffen, irgendwie ist alles ein wenig aus dem Gleichgewicht geraten.
Drinnen kann man es ganz gut aushalten, und etwas Neues sollte ich sowieso schreiben.

Diese hübsche Schwebfliege/Helophilus pendulus fand ich bei einer Tour durch den Kaiserstuhl am Samstag. Da waren die Temparaturen ganz angenehm, man konnte sich gut in der Natur aufhalten, heute dagegen ist es beschwerlich.

Schön ist immer der Blick auf den Schwarzwald.

Hier ein Blick über den Judenfriedhof in Ihringen, Ihringen hatte sehr viele Juden hier, es waren angesehene Bürger, meistens Kaufleute und gute Handwerker. Bis vor ein paar Jahren haben wir uns noch mit Überlebenden getroffen, sie lebten in den USA, leider sind sie verstorben und es gibt keine Kontakte mehr.

Sieht fast wie in den Voralpen aus, ist aber am Kaiserstuhl, er besteht nicht nur aus Reblandschaft.

Für diese Libellenaufnahme musste ich nicht einmal ans Wasser, sie lebt in unserem Garten, die Hufeisen-Azurjungfer/Coenagrion puella.

Regelmässig an der Königskerze finde ich die Raupe vom Braunen Mönch/Cucullia verbasci.
Während ich noch mit dem Focussieren des Fotos beschäftigt war, huschte plötzlich vor meinen Füssen die schönste Smaragdeidechse vorbei, ich habe sie zwar ein wenig verfolgt, in der Hoffnung, ein Foto zu bekommen, nein, sie mochte nicht und verschwand in einem Erdloch, schade. Aber nun weiß ich wo sie wohnt und werde mir mal sehr viel Zeit nehmen, um doch noch ein Foto zu bekommen.

Von diesem Spaziergang erhoffte ich mir viele Schmetterlingsfotos, aber ich war sowas von ärgerlich, die Böschungen waren alle säuberlich gemäht, fast keine Wildblumen und deshalb auch keine Schmetterlinge, da muss ich doch mal in der Gemeindeverwaltung Protest einlegen. Gerade wegen der Vielfalt von Flora und Fauna kommen Gäste zu uns nach Ihringen, dann sowas. Da muss man schon dankbar sein überhaupt noch ein Blümchen zu erhaschen, wie oben das Gewöhnliche Leinkraut/Linaria vulgaris.

In manchen Rebanlagen findet man noch diese dicken urigen Pfähle, es sind meistens Akazienstämme, aber die Tendenz sind die superleichten Metallpfähle. Einen Nachteil haben sie, wenn der Traktorfahrer mal aus der Spur gerät, kräftig gegen die Metallstangen fährt, verbiegen sie sich, das kann bei den dicken Stämmen nicht so leicht passieren.

In unserem Eingangsbereich hatten wir bis jetzt immer einen alten, kleinen Leiterwagen stehen gehabt, er ist auseinandergefallen, nun steht an seiner Stelle dieser Korbsessel, seine Bepflanzung ist noch nicht ganz perfekt, macht sich aber gut.
Morgen bin ich wieder auf Achse im Schwarzwald, wir prüfen Wohnungen, das Wetter soll wieder klasse sein. Vielleicht gibt es wieder etwas Interessantes zuberichten.





Freitag, 19. Mai 2017

Unterwegs

In dieser Woche war ich an zwei Tagen unterwegs, zusammen mit einer Freundin haben wir im Schwarzwald Ferienwohnungen besichtigt und nach einem Punktesystem bestimmte Dinge einsortieren  müssen. Meine Freundin ist Prüferin mit Ausbildung dazu, ich bin lediglich die  "Fotografin". Die geforderten Formulare müssen nach dem "IST" Stand ausgefüllt werden. Wir hatten herrliches Wetter, besonders am Mittwoch und die Landwirte waren fleißig im Heu.
Viel Zeit für Aufnahmen in der Natur bleibt nicht, denn die zurückzulegenden Strecken sind beachtlich und die Prüfungen brauchen ihre Zeit. Wenn dann 3 oder auch 4 Ferienwohnungen zu beurteilen sind, und jede muss unter die Lupe genommen werden, da muss man sich schon sputen.

Aber die Zwei die müssen gezeigt werden, die Bäuerin öffente ihnen die Stalltür und sie durften ins Freie, was sie mit einem wohligen Grunzen auch machten. Sie können einfach so herum laufen, der Hof liegt ganz allein auf einer Höhe, zum nächsten Hof sinds ein paar Kilometer. Ausserdem sorgte "Alex" der Hofhund für Ordnung, als sich nämlich das schwarze Schwein zu uns in den Hof wagte, wurde es sehr schnell zurück auf die Wiese beordert, das klappte.
Immer wieder erstaunt bin ich über die Ideen die die Bäuerinnen so in ihren Wohnungen zeigen, da heißt dann eine Ferienwohnung z.B. "Hennenstall" und man findet dann entsprechende Motive:


Zum Beispiel als Kissen, Figuren, Bettwäsche oder andere Dekorationen, das gefällt nicht nur uns, sondern auch den Feriengästen. Ich könnte natürlich viel hier zeigen, dafür fehlt die Zeit um Fotos zu machen, die beschränken sich auf die wichtigen Dinge, wie: Beschaffenheit der Küche genügend Geschirr, Besteck, Ausstattung der Schlaf-und Wohnzimmer, Bad, Flur und was es da alles an Vorschriften gibt. Im Anschluss daran werden die Fomulare gemeinsam mit der Vermieterin ausgefüllt, über 20 Seiten. Es sind jedesmal nette Gespräche und Begegnungen.

In einem anderen Ferienhaus begrüßte uns dieser schwarze Kater und bestand darauf in unserer Gesellschaft zu bleiben, er liebt es, so sagte uns die Dame des Hauses, aus der bunten Blumenvase Wasser zu schlürfen, was er auch immer wieder tat.
Schon lange lag ein Gutschein zu einem Essen in unserem Lokal "Zum Küfer" auf dem Schrank. Endlich haben wir es geschafft und es war sehr lecker, dafür ist der Küfer bekannt und ohne Vorbestellung geht nichts.

Da hockt er, der Winzer und zeigt sein Produkt, es gibt mehrere Bilder an den Wänden im Hof.

Der Ihringer Esel darf natürlich auch nicht fehlen, damit jeder Gast weiß, mit wem er es zu tun hat.

Etwas Typisches, die Ihringer Heimattracht, wie überall wird sie auch in Ihringen nur noch von der Trachtengruppe an Festen getragen, schmuck sieht sie schon aus, aber die Jüngeren legen weniger Wert darauf.



Ein paar Eindrücke aus dem Innenhof des Küfers, man kann dort auch sehr gemütlich sitzen.
Aber im Moment sicherlich weniger, es regnet und zwar sehr üppig, was der Natur gut tut, nur ich, ich müsste nochmal schnell in den Edeka.....

Ich wünsche allen Lesern ein schönes Wochenende, macht es gut.











Dienstag, 16. Mai 2017

Kurz vor einem Regenguss .......

..... machte ich noch einen schönen Soaziergang durchs Gelände. Man spürte es schon, da kommt noch was vom Himmel, es war drückend.
So kurz vor einem Schauer gibt es oft tolle Farbspiele, ein paar habe ich eingefangen:



Den Schwarzwald konnte man sehr gut sehen und das ist schon immer ein Hinweis auf einen Wechsel.

Der Kaiserstühler- Wetterfrosch sass eigentlich noch oben in der höheren Vegetation, das meint, das Wetter bleibt noch so.


                                                  So langsam ballte sich was zusammen.

                                             Diese dunkle Wolke kam immer näher.

Bis in den Ort hinunter war es noch eine Weile und ich hatte so meine Bedenken, ob ich es wohl noch schaffen würde.


Aber dennoch nahm ich jede Gelegenheit wahr, rechts und links des Weges die Schmetterlinge zu fotografieren, sie sind in solcher Wettersituation wesentlich ruhiger, man kann sie besser vor die Linse bekommen. Die Hauchelbläulinge/Polyommatus icarus waren auch nicht aus der Ruhe zu bringen, es ist eben Frühling.

Dann hatte ich noch das Glück ein Sonnenröschenbläuling/Aricia agestis aufzuspüren, oft hatte ich noch nicht die Gelegenheit dazu.

Ihn finde ich besonders hübsch gezeichnet, den Ampferspanner/Timandra comae.


Wenn der Mauerfuchs/Lasiommanta megera im Grünen sitzt, dann sieht er besonder bunt aus, sitzt er dagegen an einer Lösswand und hat auch noch die Flügel geschlossen, dann kann man ihn kaum erkennen, so gut ist er getarnt.
Ja und was soll ich sagen, ich hatte gerade die Tür geschlossen, da schüttete es wie mit Kübeln, da hatte ich mächtiges Glück, ich kam trocken ins Haus. Aber der Regen war sehr, sehr willkommen, ich hätte nämlich giessen müssen.






Sonntag, 14. Mai 2017

Rund um den Krebsbach

Weil die Sonne so verführerisch schien, sind wir beizeiten losmaschiert, eine Runde um den Krebsbach zu machen. In früheren Zeiten müssen da wohl einmal Krebse drin gelebt haben, ich weiß es nicht. Bei unserem Rundgang gab es ein kräftiges Froschkonzert. Zufällig trafen wir am Bach ein Touristenehepaar aus der Eifel, wir hatten ein sehr schönes Gespräch, und konnten ihnen einige Dinge erklären rund um den Kaiserstuhl und die Besonderheiten hier vor Ort.

Durch den Weg durch die Obstanlagen bot sich uns ein trauriges Bild, sehr viel Obst ist leider dem Frost zum Opfer gefallen, hier hat es die Kirschen voll erwischt.

Auch die Walnussbäume haben Schäden, vielleicht ist dadurch der Schädling, der seit ein paar Jahren den Walnussbäumen arg zugesetzt hat, weg und erfroren, das wäre toll.

Es gibt aber noch Hoffnung, manche Bäume haben wieder ausgeschlagen, wie man hier sehen kann.

Einige Spargelanbauer haben bereits mit dem Stechen aufgehört, wenn die Anlage noch jung ist, soll man sie auch noch ein wenig schonen.

Zurück in unseren Garten, soweit ist bei uns der eine frühe Pfirsichbaum, schon richtig lecker. Es geht aber noch eine ganze Weile.

Bei den Marienkäfern herrscht Frühlingsstimmung, wie man sehen kann.

Das Nahrunsangebot für den Nachwuchs ist auch schon gesichert, die niedlichen kleinen Blattläuschen ergötzen sich im Moment noch an den Rosenknospen, bald schon werden die Larven der Marienkäfer sich damit den Magen voll schlagen.

Diese Larve ist kurz vor dem Schlupf, sie hat sich genug angefressen.

Sie ist eine gewaltige Vertilgerin, die Larve des Asiatischen Marienkäfer, man kann sie dadurch unterscheiden, sie hat so unscheinbare "Dörnchen" auf dem Körper, unsere Deutschen Käfer haben glatte Haut.

Wir sagten als Kinder immer Kuckucksspucke dazu und haben uns davor geekelt. Die Verursacherin dieses Gebildes ist SIE:

Die Blutzikade / Cercopis vulnerata, wie sie den Schaum und warum sie das macht, dazu ein paar Worte: Die weißlichen Larven der Zikade entwickeln sich unterirdisch an Pflanzenwurzeln. Die bei der Nahrungsaufnahme reichlich aufgenommene Flüssigkeit, Wasser, das durch Zugabe von Proteinen entspannt wird,wird aus dem After ausgeschieden und durch Einpumpen von Luft aufgeschäumt. Der so entstandene "Kuckucksspeichel" umgibt die Larve als Verdunstungsschutz und als Schutz vor den Fressfeinden, entnommen aus "Bellmanns Insektenführer".

Beenden möchte ich meinen Post aber mit einem schöneren Foto:

Meine allerletzte Tulpe im Auflösungsprozess, immer noch eine Schönheit.
















Freitag, 12. Mai 2017

Es war schön ......

.... unser Seniorenausflug war sehr schön, wir hatten einmaliges Wetter und die Stimmung war nett.
Insgesammt 6 Busse, man muss sich das mal vorstellen, nahm Kurs in Richtung Schwarzwald. Unsere Gemeinde tut etwas für ihre" Alten",  trotz knapper Kassen,wir sind eine Gemeinde mit 6000 Einwohnern, zusammen mit der Nachbargemeinde Wasenweiler. Etwas über 200 "Alte" nahmen die Einladung an, zu denen gehörte auch ich, denn, eingeladen waren alle ab 75 Jahre.

Wir haben ein eigenes Busunternehmen hier am Ort, 6 so schmucke Busse waren im Einsatz, in dem ich sass, war sogar erst wenige Tage aus Holland abgeholt worden, es war die erste Tour mit dem Bus, man roch auch, wie neu er war.

                                               Ein letzter Blick auf den Kaiserstuhl.

                                                  Die ersten Schwarzwaldhöhen.



 Rechts und links des Weges, saftige Wiesen mit schmucken Häusern, die auch vor der Moderne nicht Halt machen, Solar auf vielen Dächern.

Für Schwarzwaldromantiker gab es selbstverständlich auch etwas, die" Mühle". Für viele Auslandstouristen der Inbegriff von Schwarzwald, inclusive Schinken und Bollenhut.

Nach ca. 2 Stunden waren wir dann angekommen, in Oberharmersbach und haben doch gleich einen größen Verkehrsstau verursacht.

Bis dann alle die Strasse überquert hatten, dies ging eine Weile, denn auf der linken Seite lag unsere "Kaffeestube" zum "Bären".


                        Alle haben liebevoll diese Bärenklinke in die Hand genommen.

              
Drinnen war alles fein eingedeckt so wurden wir hier begrüßt., da schmeckt dann der Kuchen besonders gut. Was bekommt man wohl für Kuchen wenn man im Schwarzwald ist?? Natürlich "Schwarzwälder-Kirschtorte", einfach lecker. Die Unterhaltung haben wir auch mitgebracht, unsere
"Singenden Winzer" aus Ihringen, sie machen ihre Sache immer recht lustig, erzählen Annekdötchen von Anno Dazumal, das kommt immer gut an und die alten Ihringer, ich bin ja nur eine Zugezogene,
haben ihre Freude daran. Dann fangen die Augen an zu leuchten, wenn dann noch das Kaiserstühler Lied erklingt mit dem Refrain:" Die schöne Kaiserstühlerin" da beziehe ich mich dann doch noch mit ein.
Zum Ort ist nicht viel zu erzählen, es hat eine stattliche Kirche, im Romanischen Stil erbaut, mit einem beachtlich hohen Turm, für einen kleinen Ort wie dieser es ist, bemerkenswert.


Vielleicht hat jemand schon einmal dieses putzige Geschirr gesehen? Es wird im Nachbarort " Zell am Hammersbach" hergestellt. Hahn und Henne sind das Markenzeichen der Manufaktur, auch unsere Kinder hatten davon Kindergeschirr. Ich hatte gehofft, es gebe Gelegenheit zur Besichtigung des Werkes, aber weils im Nachbarort ist, die Zeit knapp war, blieb es nur bei der Hoffnung, vielleicht bietet sich doch mal die Gelegenheit dazu.
Nach ca. 2 Stunden ging es dann wieder zurück, um in Ihringen ein deftiges Nachtessen einzunehmen, uns ging es wirklich gut an diesem Nachmittag und Abend.

Nun möchte ich noch an etwas erinnern, alle Vogelfreunde hergehört: Gartenvogelzählung ist angesagt und zwar vom 12.05 - 14.05.2017 macht alle mit, ich finde es sehr wichtig. Ich mache da schon ein paar Jahre mit, der Nabu hat die Aktion ins Leben gerufen. Seit ich mitmache, hat sich die Zahl der Vögel  massiv verringert, das habe ich leider auch bei mir feststellen müssen.